Zwei Jubiläen auf der Bühne

Eine Szene aus der ersten Spielsaison 1982; Karl Müller (2. von links) und Günther Prestele (rechts) sind auch im aktuellen Stück wieder mit dabei. (Foto: vm)
Barbara Baur hat zehnjähriges Bühnenjubiläum und die Laienbühne startet in die 30. Spielsaison. Ab 17. Februar wird „D’r Pappadeckel“ in der ehemaligen Schule in Konradshofen gespielt.

Ihr zehnjähriges Bühnenjubiläum bei der Laienbühne Konradshofen kann Barbara Baur heuer feiern. 2002, beim Stück „Die Appoloniaglocke“, war sie zum ersten Mal dabei – damals in der Rolle der Pfarrhaushälterin. Seither hat sie schon die verschiedensten Rollen verkörpert. Egal ob Tochter, Ehefrau, neugierige Nachbarin oder Bedienung – Barbara Baur war stets mit viel Spaß dabei. Im diesjährigen Stück „D’r Pappadeckel“ steht sie zum zehnten Mal auf der Bühne – diesmal als resolute ältere Dame, die mit ihrem Schwiegersohn alles andere als zufrieden ist.
Die Laienbühne darf heuer ebenfalls feiern. Sie startet in ihre 30. Spielsaison. Das Theaterspielen hat in Konradshofen bereits eine lange Tradition. Bereits nach dem 2. Weltkrieg gab es im örtlichen Wirtshaus erste Theateraufführungen. Die Katholische Landjugend ließ dann in den 1970er Jahren diese Tradition neu aufleben – erst mit kleinen Einaktern, dann mit umfangreicheren Stücken.
Weihnachten 1982 feierte dann die Laienbühne mit ihrem ersten Stück „Die Geisterbraut“ Premiere. Gespielt wurde auch damals schon im Saal der ehemaligen Schule, allerdings unter deutlich beengteren Verhältnissen als heute. Die Bühne wurde im Saal aus Bierkisten, Balken und Gerüstböden gebaut und die Souffleuse musste unter die Bühne kriechen. Angenehmere Bedingungen bekamen Hobbymimen und Souffleuse erst mit dem Anbau, mit dem die ehemalige Schule 1987/88 erweitert wurde. Seitdem verfügt die

Viele Schauplätze waren auf dieser Bühne schon zu sehen. Von einer Schusterwerkstatt und einer Bäckerei über das Bürgermeisterbüro und einen Biergarten bis hin zur Himmelspforte mit direktem Zugang zur Hölle war alles dabei. Sogar ein originalgetreues Krankenzimmer haben die Konradshofer mit Hilfe der Wertachkliniken schon auf ihrer Bühne aufgebaut.

Dabei haben die Konradshofer Hobbymimen nicht nur in Konradshofen Theater gespielt. Zweimal war die Truppe mit ihrem Stück sogar „auf Tournee“: einmal in der Kantine der ehemaligen Farbwerke Höchst in Bobingen und einmal in der Jahnturnhalle in Schwabmünchen. Dabei konnten sie stets auf ein treues Stammpublikum bauen.

35 Theaterspieler waren in diesen 30 Jahren bei der Laienbühne aktiv – manche nur für eine Spielsaison, manche seit vielen Jahren. Auch viele der guten Geister hinter der Bühne sind langjährige treue Helfer. Gemeinsam sind sie stolz, dass die Theatertradition in dem kleinen Ort schon so lange aktiv gepflegt wird.
Tradition ist auch, dass die Laienbühne ihre Einnahmen aus den Eintrittsgeldern zu großen Teilen für gemeinnützige Zwecke verwendet. So konnten sich der Kindergarten, die Kartei der Not und der Krankenhausförderverein Schwabmünchen über eine Spende freuen.

Die 30. Spielsaison wird am Samstag, 13. Februar, um 20 Uhr mit der Premiere des Stücks „D’r Pappadeckel“ von Maria Herth eingeläutet. Insgesamt sieben Mal steht der Dreiakter auf dem Spielplan in der ehemaligen Schule in Konradshofen. Zu sehen ist das Stück außerdem an folgenden Terminen: Sonntag, 14. Februar (14.30 Uhr), Samstag, 20. Februar (20 Uhr), Sonntag, 21. Februar (14.30 Uhr), Freitag, 26. Februar (20 Uhr), Samstag, 27. Februar (20 Uhr) und Sonntag, 28. Februar (14.30 Uhr).

Der Kartenvorverkauf ist auf dem Ferienhof Gattinger, Telefon 08204/17 41 oder per E-Mail: info@ferienhof-gattinger.de. (vm)
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