Ehemaliger Europa-Abgeordneter wirbt für ein starkes Europa

Sie plädieren für ein starkes geeintes Europa: (von links) Ludwig Lenzgeiger (stellvertretender Vorsitzender PEJ Augsburg), Dr. Karl Vogele (Landrat a.D.), Hans Nebauer (2. Bürgermeister Schwabmünchen), Bernd Posselt (Präsident Paneuropa Union Deutschland), Alexander Saller (Vorsitzender PEJ Augsburg), Isabella Ritter (Bezirksvorsitzende Europa-Union Oberbayern), Franziskus Posselt (Bundesvorsitzender PEJ) und Christian Hoferer (Landesvorsitzender PEJ Bayern).
 
Bernd Posselt, Präsident der Paneuropa Union Deutschland, sprach in den Ulrichswerkstätten Schwabmünchen über seine Vision eines geeinten starken Europas.

Die Veranstaltung "Globale Krisen - Antwort Europa" in den Ulrichswerkstätten konkurierte mit der Eröffnung des Freibads; trotzdem fanden sich fast dreißig Personen aller Altersstufen ein, um Bernd Posselt aus München (Präsident der Paneuropa-Union Deutschland und ehemaliger Europa-Abgeordneter) kennen zu lernen. Eingeladen hatte die PEJ (Paneuropa-Jugend) Augsburg unter Leitung ihres Vorsitzenden Alexander Saller aus Schwabmünchen.

Posselt kam nicht allein nach Schwabmünchen: Er hatte Isabella Ritter (Bezirksvorsitzende Europa-Union Oberbayern), Franziskus Posselt (Bundesvorsitzender PEJ) und Christian Hoferer (PEJ-Landesvorsitzender Bayern) mitgebracht. Nach Grußworten von Alexander Saller und dem 2. Bürgermeister von Schwabmünchen, Hans Nebauer, sowie einem kurzen Vortrag von Christian Hoferer versuchte Bernd Posselt, den Zuhörern die Notwendigkeit eines starken Europas nahezubringen.

Motivation der Paneuropa-Union und die Europäische Union

Die Paneuropa-Union sei 1923 als große Bürgerbewegung gegründet worden - als Antwort auf den 1. Weltkrieg und um weitere Weltkriege zu verhindern, was dann nicht geklappt hat. Als Antwort auf den 2. Weltkrieg sei die Europäische Union entstanden, nach 1989 sei die Osterweiterung dazugekommen. Zur Zeit befänden wir uns in der vierten Phase. Es gelte, Gefahren von außen und innen anzupacken. Posselt nannte vor allem den Nationalismus in verschiedenen Staaten, aber auch bei uns und bezeichnete ihn als Dummheit. Regelmäßig besuche er Schulen, um mit den Kindern und Jugendlichen über seine Ideen zu diskutieren.

Posselt wünscht sich ein demokratisches Europa mit einem starken europäischen Parlament und eine gemeinschaftliche Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Europa müsse geschlossen und stark auf der selben Augenhöhe mit anderen Großmächten wie den USA oder China handeln. Auch die NATO müsse auf zwei gleich starke Säulen bauen: Europa und die USA, denn in Europa würden mehr Menschen leben als in den USA und Russland zusammen; trotzdem sei Europa auf die anderen angewiesen.

Deutschland soll Einigung Europas vorantreiben

Stolz sei er darauf, dass er wegen seines Eintretens für Menschenrechte ein Einreiseverbot für Russland ausgesprochen bekommen habe. Er erwähnte, dass nationalistische Bewegungen, egal in welche politische oder religiöse Richtung, massiv von Russland finanziell unterstützt würden mit dem Ziel, Europa zu zerlegen.
Die außenpolitische Herausforderung bestehe darin, partnerschaftlichen Umgang mit anderen Kulturen und Erdteilen zu erreichen - interkulturellen und interreligiösen Dialog zu pflegen, wie ihn Papst Johannes Paul II und Papst Franziskus propagierten.
Frankreich und Deutschland als Herzstaaten Europas müssten die Einigung in Europa vorantreiben, aber ohne "die Kleinen" zu vergessen, das heiße respektvoll und auf Augenhöhe mit allen Staaten zu verhandeln, damit eine "Heimat der Heimaten" entstehe, wie Vaclav Havel einmal formuliert habe.

Europa gehe jeden Einzelnen an und Posselt wünscht sich, dass Europa eine Verfassung erhalte, die jedes Schulkind verstehe und die Politiker endlich anfangen würden, ganz normal mit den Leuten zu reden.
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