Flüchtlinge in der Römerstraße: Eine holprige Ankunft

In der Flüchtlingsunterkunft an der Römerstraße sind nun Asylbewerber eingezogen. Foto: ckr

Am Dienstag vor einer Woche sind die ersten Flüchtlinge in der neuen Unterkunft an der Römerstraße angekommen. Zehn Menschen aus vier Nationen bezogen am späten Nachmittag ihr neues Zuhause. Dabei gab es jedoch einige Pannen.

Die Asylsuchenden kamen ohne Geld und Verpflegung an. Da sie in der Unterkunft jedoch selbst für sich sorgen müssen, stellte sie dies vor einige Probleme. Zudem stellte sich im Laufe des Abends heraus, dass eine neue Bewohnerin krank war, eine andere, zusammen mit ihrem Sohn, gar nicht nach Schwabmünchen gebracht werden sollte. Erst die herbeigerufenen Helfer des Arbeitskreises (AK) Asyl konnten einen Teil der Probleme lösen. Sie besorgten Lebensmittel und organisierten eine Fahrt nach Augsburg für die falsch untergebrachte Mutter mit Kind.

Zwischenzeitlich hatte auch der Hausmeister der Anlage den Krankentransport für die erkrankte Frau organisiert. Für den Hausmeister war dies kein leichter Abend. Der Heimleiter weilte im Urlaub, so musste er sich alleine um die Vorbereitung und Zuteilung der Räume kümmern.

Nach der Ankunft der Flüchtlinge galt es für ihn zudem, die nötigen Papiere zu bearbeiten. Dazu kamen dann noch die sonst unüblichen Probleme.
Helmut Stapf und Karola Stenzel vom Schwabmünchner AK Asyl zeigten sich von Ablauf der Ankunft wenig begeistert, bezeichneten diese als „schlecht organisiert“.

Karl-Heinz Meyer, Pressesprecher der Regierung von Schwaben, zeigte Verständnis für den Ärger und Zorn bei Flüchtlingen wie Helfern, schränkte aber ein: „Alle arbeiten gerade am Limit, da passieren mal Fehler. Dass hier gleich drei größere Probleme auf einen Schlag vorkamen, ist nicht schön.“
Laut Meyer bekommen die Flüchtlinge vor ihrer Weiterreise aus der Erstaufnahme in die endgültige Unterkunft ein Essenspaket. Ob dies vergessen wurde, oder einfach zu klein war, ließe sich im Nachhinein aber nur schwer ermitteln.

Schon am Tag nach der holprigen Ankunft der Flüchtlinge kehrte aber schon Normalität ein. Am Vormittag konnten sie ihre Formalitäten in Schwabmünchen erledigen und bekamen das erste Geld. Dafür gab es gleich Lebensmittel.
Das Leben in der Gemeinschaftsunterkunft scheint schnell in geregelten Bahnen zu laufen. Auch die Briefkästen sind schon mit Namen versehen – auch so etwas vermittelt ein gewisses Heimatgefühl. Im Laufe dieser Woche werden die nächsten Flüchtlinge erwartet. (ckr)
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