Planungen für Großprojekt in der Mindelheimer Straße in Schwabmünchen gehen voran

In der Mindelheimer Straße, wo derzeit noch die Gebäuder der Metzgerei Seemiller (links im Hintergrund), Betten Merk und Metallbau Weis stehen, soll ein neues Wohn- und Geschäftshaus entstehen.

Mitten in Schwabmünchen plant ein Investor den Abriss einer Häuserzeile. Diese soll durch ein neuen Wohn- und Geschäftshauskomplex ersetzt werden. Derweil bereitet der Neubau einer Maschinenhalle weiter Probleme. Auch der Wunsch nach einer Lampe in der Wertachsiedlung bleibt vorest unerfüllt

Schwabmünchen Das Projekt machte schon im Vorfeld von sich reden. Im Frühjahr erwarb die Mittelneufnacher Excellentia GmbH mehrere Anwesen in der Mindelheimer Straße: Die ehemalige Metzgerei Seemiller, das Bettenhaus Merk samt rückliegender Gebäude sowie die Firma Maschinenbau Weis samt dem Wohn- und Geschäftshaus. Nun hatte der Schwabmünchner Bauausschuss eine Bauvoranfrage des Investors auf dem Tisch. Dieser plant dort die Errichtung eines dreigeschossigen Wohn- und Geschäftshauses samt Tiefgarage. Bürgermeister Lorenz Müller stellte dabei fest: "Dieses Projekt wird die Stadt prägen". Da die Excellentia GmbH nur eine Bauvoranfrage stellte, um grundlegende Dinge zu klären, ist über den geplanten Bau noch wenig bekannt. Werder die Zahl und Fläche der geplanten Einheiten, noch das Aussehen kam zur Sprache. "In der Voranfrage geht es um drei Punkte," erläutert Stadtbaumeister Stefan Michelfeit. "Der Bauträger frägt nach abstandsrechtlichen Problemen, der Erschließung des Anwesens und ob die angedachte Größe dem Vorgaben entspricht". Dies alles kann die Stadtverwaltung bejahen. Der einzige Konflikt von Abstandsflächen entsteht beim im Innenverhältnis des zweigeteilten Baukörper, was aber ohne Bedeutung ist. Auch die Erschließung des Grundstücks wurde von Michelfeit begrüßt. "Der Abstand zwischen Ampel und Einfahrt passt". Auch die Größe des geplanten Anwesens entspricht den baurechtlichen Vorhaben. Geschossflächenzahl wie Grundflächenzahl liegen deutlich unter anderen Projekten im Innenstadtbereich. Einstimmig bewilligte der Bauausschuss die Voranfrage.
Zum dritten Mal lag der Bauantrag zum Neubau einer Maschinen- und Fertigungshalle einer Schlosserei in der Herbststraße vor. Drei Nachbarn haben dem Vorhaben bisher nicht zugestimmt, da sie vor allem eine erhöhte Lärmbelästigung befürchten. Um dies zu klären, wurde das Landratsamt Augsburg beauftragt, ein Emissionsgutachten zu erstellen. Zwar liegt das Gutachten als solches vor, doch die gutachterliche Beurteilung wurde nicht an die Verwaltung weitergegeben. Bürgermeister Lorenz Müller, regte an, den Beschluss erneut zurückzustellen. Zudem möchte er, sobald das Gutachten vollumfänglich vorliegt, mit allen Beteiligten sich an einem "runden Tisch" zusammensetzen um eine gemeinsame Lösung zu finden.
Für viel Diskussionsstoff sorgt die Bitte einiger Bürger der Wertachsiedlung nach einer weiteren Straßenlampe. Am Feldweg, der den Gennachweg vom Afrawald an nach Süden verlängert war der Wunsch nach einer weiteren Lampe zwischen dem Beginn des Afrawaldes und dem "Bruder Klaus"-Bildstocks an die Stadt getragen worden. Doch dieser birgt einige Probleme. Da die Erstellung einer einzelnen Leuchte den Bürgern suggerieren würde, dass es sich um einen sicheren Weg handle, ist die Verwaltung der Ansicht, dass sie nur eine normgerechte Beleuchtung erstellen kann. Dabei würde der komplette Weg ausgeleuchtet werden. Das Problem dabei ist, dass die dazu notwenigen Leitungen und Masten noch fehlen. Neben den Kosten von beinahe 30000 Euro kommt da hinzu, dass der Bereich ein geschütztes Biotop ist. Bürgermeister Lorenz Müller warf die Frage in den Raum, ob der Wunsch der Bürger der Wertachsiedlung nur um die eine Leuchte geht, die den dunklen Wald ausleuchtet, oder um den ganzen Weg. Für die "große" Lösung gab es keine Zustimmung. Josef Alletsee sieht "keinen Sinn" in Ausbau der Leuchten und auch Michael Großmann ist der Meinung dass der Vollbeleuchtung "über das Ziel hinausschießt". Auch Grünamtleiter Roland Schiller fand keinen Gefallen an der Idee: "Nicht nur aus naturschutzrechtlicher Sicht ist die Beleuchtung ein Problem. Da wird Sicherheit suggeriert, die nicht da ist".
Der Plan einer Vollausleuchtung ist zwar abgelehnt, aber Bürgermeister Lorenz Müller will in der Wertachsiedlung nochmal nachfühlen, weshalb der Wunsch nach dieser Leuchte entstanden ist. Ein kürzerer Weg zum Einkaufen nach Schwabmünchen kann es kaum sein. "Im Idealfall ist die Strecke über den Feldweg knapp 300 Meter kürzer als über die Schwabegger Straße," erläutert Stefan Michelfeit, der zudem anmerkt, "dass der Weg auch in besserem Zustand ist und im Winter auch geräumt wird. (ckr)
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