Schwabmünchen baut: Stadt erreicht 14 000-Einwohner-Marke und investiert in drei große Projekte, darunter die Sanierung der Stadthalle

Bürgermeister Lorenz Müller trug seinen Bericht vor. Foto: ckr

Gemütlich verlief die Bürgerversammlung in Schwabmünchen. Als Tenor lies sich feststellen: Die Kleinstadt wächst und ist gesund.

In seinem Rückblick verwies Bürgermeister Lorenz Müller auf die vielen Investitionen zur weiteren Verbesserung der Schwabmünchner Infrastruktur. Denn dorthin floss und fließt ein großer Teil des Geldes. Die größte Summe wurde an der Wertachklinik bewegt, deren dritter Bauabschnitt fertiggestellt wurde. Auch die Mensa der Grundschule wird in den nächsten Tagen in Betrieb gehen.

Für das kommende Jahr stehen drei große Projekte im Blickpunkt: Die Sanierung von Stadthalle und Altem Rathaus und die Verbesserung der Verkehrssituation in der Holzheystraße im Bereich von Grundschule und Festplatz. Im Zuge dieser Maßnahme soll der Festplatz auch seine Parkplatzmarkierungen bekommen.
Bürgermeister Lorenz Müller sprach nicht nur über Baustellen, Bagger und Brandschutz. Er lobte Museum, Freibad und Park als wichtige Faktoren für die Stadt. Positiv ist auch die Einwohnerentwicklung der Stadt. Schwabmünchen ist weiter gewachsen und zählt nun 14 190 Einwohner, 346 mehr als im Vorjahr.

Auch finanziell sieht es für Schwabmünchen gut aus. Zwar konnten keine Rücklagen gebildet werden, aber nach derzeitigen Sachstand kommt die Stadt auch ohne den geplanten Kredit aus und konnte sogar noch Schulden abbauen. Grund dafür ist, dass die Steuereinnahmen höher waren, als kalkuliert. Gut 14,7 Millionen Euro an Steuern flossen nach Schwabmünchen. Die Verschuldung beträgt etwa 2,3 Millionen Euro, dies entspricht 170 Euro pro Kopf. Der Bundesschnitt für diesen Wert liegt bei 695 Euro.

Dass es in Schwabmünchen wie geschmiert läuft, zeigten die Anfragen der Bürger. Nur wenige hatten Wünsche und Anregungen. So stört die Anwohner der Burgstraße der dort inzwischen herrschende Parkdruck. Auch die unglückliche Parkplatzsituation am Schwabmünchner Friedhof wurde bemängelt. An zwei Geh- und Radwegen (im Süden entlang der Baugrenze und von der Wertachau zur Südspange) fehle ausreichende Beleuchtung. In diesen Fällen sagte Müller zu, dies zu prüfen. Die Frage nach dem Hochwasserschutz konnte der Bürgermeister nur tröstend antworten. „Durch die fortwährenden Klagen beim Projekt Holzhausen käme dieses nicht in die Gänge. Bei der Frage, ob ganz Schwabmünchen zu einer „Zone 30“ werden soll, erklärte das Stadtoberhaupt, dass dies bei einigen Straßen rechtlich nicht möglich sei. Zwar ist der Wunsch da, das Tempo zu verlangsamen. Zur Planung soll darum ein Gutachten erstellt werden. (ckr)
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