Einweihungsfeier der neue Abwasserreinigungsanlage und des Wertstoffhofes mit Tag der offenen Türe

 

Es ist ein Millionenprojekt und die größte Baumaßnahme in Solnhofen der letzten Jahre. Die Rede ist von der neuen Kläranlage, dem Anschluss des Ortsteiles Eßlingen an die Anlage in Solnhofen und dem neuen Wertstoffhof. In einer Bauzeit von zwei Jahren wurde der Bau auf dem alten Kläranlagengelände in der Amselleite errichtet.

Offizielle Einweihung

Am Freitag, 8. September, um 15 Uhr wird die moderne Abwasserbeseitigungsanlage offiziell eingeweiht. Bereits vor vielen Jahren hat das Wasserwirtschaftsamt angemahnt, die bestehende Anlage zu „optimieren“. Im Jahr 2012, auch auf Grund eines Brandes in der Anlage, fasste der Gemeinderat den Beschluss, eine neue Kläranlage zu bauen.


Baubeginn 2015

Mit dem „Spatenstich“ im August 2015 begannen die Bauarbeiten. Zu einem Pauschalpreis von 3,5 Millionen Euro für Solnhofen erhielt die Firma ZWT Bayreuth den Bauauftrag. Den Zuschlag für den Kanalanschluss Eßlingen, mit 1,2 Mio. Euro, erhielt für die jeweiligen Gewerke die Firma Antritt und die Fa. Münsinger.

Keine staatlichen Fördermittel

Die Kosten müssen voll auf die Einwohner umgelegt werden. Besonders bitter dabei: der Staat fordert aufgrund neuer Abwassergesetze zwar die Erneuerung der alten Kläranlagen, aber Geld wollte er trotz aller Bemühungen dafür nicht locker machen. Die Kommune muss den Neubau selbst finanzieren und das heißt hier, den Bürgerinnen und Bürgern wird tief in die Tasche gegriffen, da die Abwassereinrichtung kostendeckend arbeiten muss. Der Gemeinderat entschloss sich 80 Prozent als Erschließungsbeitrag und 20Prozent auf die Gebühren umzulegen.

Patentiertes BIOCOS-Becken

Das Herzstück der neuen Anlage ist das patentierte BIOCOS-Becken. In bakteriologischen Reinigungsvorgängen wird aus Abwasser von allen Haushalten sowie von zahlreichen Betrieben und Geschäften wieder sauberes Wasser, das ohne Probleme in die Altmühl geleitet werden darf.

Das riesige Becken fasst 1 450 000 Liter Wasser. Mächtige Gebläse mit 2 x 15 KW im neuen Betriebsgebäude unterstützen mittels Sauerstoffzufuhr die Reinigungsprozesse. Der im Zuge dieser Reinigung entstehende Klärschlamm wird in einem Schlammvoreindicker zwischengespeichert. Mit einer stationären Schlammentwässerung kann die Gemeinde flexibel auf die künftigen Entsorgungswege reagieren.
Auch die Kläranlage im Ortsteil Eßlingen musste entweder neu gebaut oder mit einem neuen Anschluss an Solnhofen versehen werden. Der Gemeinderat entschloss sich für den Bau eines Pumpwerkes mit einer Druckleitung zur Kläranlage nach Solnhofen. Allerdings gibt es für dieses Projekt Zuschüsse in Höhe von 277 000 Euro vom bayerischen Staat für die Druckleitungsverlegung.

Neuansiedlung Wertstoffhof

Im Zuge der Neubauten wurde auch der Wertstoffhof am Gelände der Kläranlage neu angesiedelt, da am alten Standort der Platz sehr begrenzt war und es auch immer wieder Beschwerden der Anwohner gegeben hat. Die Kosten von 200 000 Euro werden von der Kommune, bis auf einen Zuschuss von 10 000 Euro vom Landkreis Weißenburg- Gunzenhausen, selbst finanziert.

Einweihungsfeier und Tag der offenen Türe

Die Einweihung der neuen Kläranlage und des Wertstoffhofes wird gebührend gefeiert. Bürgermeister Manfred Schneider empfängt die Gäste um 15 Uhr auf dem Betriebsgelände. Nach den Ansprachen und Grußworten werden Pfarrer Bauer-Störch und Pfarrer Poppe der neuen kommunalen Einrichtung den kirchlichen Segen erteilen. Auch an die Bevölkerung ergeht herzliche Einladung. Anschließend beginnt der „Tag der offenen Tür“, der gegen 18 Uhr endet. Für das leibliche Wohl sorgt die Metzgerei Klich Solnhofen. (pm)
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