200 Jahre Fahrrad: Elektromobilität zum Anfassen in Stadtbergen

 

Rund 800 interessierte Bürgerinnen und Bürger aus Stadtbergen und der Region folgten der Einladung der Grünen Stadtbergen, um sich über die Vorteile der Elektromobilität auf dem Fahrrad zu informieren.

„Unser Ziel, möglichst viele Autofahrerinnen und Autofahrer über die Alternative zum Auto - das E-Fahrrad in der Stadt aufzuklären, ist auf großes Interesse gestoßen. Dass so viele Menschen an unserem Testsonntag teilgenommen haben, hat uns positiv überrascht. E-Fahrräder können einen ersten Schritt beim Einstieg in die Elektromobilität sein. Im Vergleich zu Autos sind E-Fahrräder CO² neutraler, bei einer ähnlichen Geschwindigkeit im städtischen Raum aber auch viel besser für die Gesundheit – Win Win für Mensch und Natur“, freut sich Peter Rauscher, Grüner Bürgermeisterkandidat für Stadtbergen.

Organisiert wurde die im gesamten Landkreis beachtete Veranstaltung von Stadtrat Thomas Miehler mit dem Ortsverband der Grünen in Stadtbergen. Sechs Händler boten über mehr als 80 Fahrräder zum ausgiebigen Testen an. Auf zwei Teststrecken um Deuringen herum konnten die Fahrräder direkt ausgiebig einem Praxistest unterzogen werden. Getränke und Verpflegung rundeten das Testival ab. Von Lastenfahrrädern, schnellen Pedelecs mit Geschwindigkeiten von bis zu 45 km/h oder Mountainbikes und Trekking- und Stadtfahrrädern war für alle Alters- und Zielgruppen ein großes Angebot geboten.

Das Fahrrad erlebt eine Renaissance. In vielen Städten und Regionen hat der Radverkehr deutlich zugenommen. Immer mehr Menschen nutzen das Rad für ihre Wege im Alltag. Neue Technik, Materialien und Designs verleihen dem guten alten Drahtesel enormen Innovationsschub.

Auf dem besten Weg in eine noch fahrradfreundlichere Stadt?

„E-Fahrräder sind der nächste logische Schritt bei der Entwicklung des mehr als 200 Jahre alten Fahrrads. Die Elektrifizierung erschließt dem Rad neue Zielgruppen, ermöglicht höhere Durchschnittsgeschwindigkeiten und macht weiter entfernte Ziele leicht erreichbar. Mit Lastenrädern ist vom Wochenendeinkauf über das Kindertaxi bis zum gewerblichen Transport vieles möglich. Die Fahrradwirtschaft verzeichnet Rekordumsätze. Auch das Reisen mit Rad wird immer beliebter. Der Radtourismus nimmt zu und entwickelt sich in einigen Regionen zu einem Wirtschaftsfaktor. Schnell, preiswert und bequem ankommen - moderne Mobilitätspolitik setzt auf fahrradgerechte Städte", so Martina Bauer, Vorsitzende der Grünen Stadtbergen. "Fahrräder und E-Fahrräder sind dabei keine Konkurrenz zueinander aber sehr wohl eine moderne Alternative zum Auto in der Stadt. Park und Ride zur Tram-Haltestelle von Deuringen zum Beispiel aus, ist mit dem E-Fahrrad völlig problemlos; Stau und Parkplatzsuche fallen ebenfalls weg. Auch mit einer mäßigen Kondition “, ergänzt Stadtrat Thomas Miehler.

Kommunen wie Kopenhagen oder Portland (USA) leisten Pionierarbeit für mehr Fahrradverkehr und zukunftsfähige Stadtentwicklung. Die Niederlande zeigen, wie mit systematischer Radverkehrsförderung ein ganzes Land fahrradfreundlich wird. Städte und Regionen auf der ganzen Welt eifern diesen Vorbildern nach.

Auch in Deutschland bekommt Fahrradpolitik Rückenwind. 82 Prozent der Deutschen wünschen sich eine Verkehrspolitik, die ÖPNV, Fuß- und Radwege ausbaut und sich weniger an den Bedürfnissen des Autoverkehrs ausrichtet. Für diesen Trend haben wir Grüne immer geworben – heute ist er da.
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