„ACHTUNG FARBE!“ im Rathausfoyer

„Achtung Farbe“: Marie-Luise Dietl und Thomas Hlauschek stellen bis 12. Oktober ihre Werke im Stadtberger Rathaus-Foyer aus. 2. Bürgermeister Michael Smischek (links im Bild) eröffnete die Kunstausstellung. Foto: Ingrid Strohmayr

Im Rathausfoyer Stadtbergen ist bis zum 12. Oktober eine Ausstellung mit Arbeiten der Künstler Marie-Luise Dietl und Thomas Hlauschek aus Augsburg zu sehen. Das Künstlerpaar zeigt Expressives, Dynamisches, Berstendes oder gar Überbordendes. Nicht bunt sind die Malereien und Grafiken, sondern farbig. Sie legen auf diese Sichtweise Wert.

Bei der Vernissage eröffnete Stadtbergens 2. Bürgermeister Michael Smischek als Stellvertreter des Hausherrn Ersten Bürgermeister Paul Metz am Freitagabend die Ausstellung „ACHTUNG FARBE“ von Marie-Luise Dietl und Thomas Hlauschek im Rathaus-Foyer. Sein erster und ganz besonderer Gruß galt dem Künstlerehepaar Marie-Luise Dietl und Thomas Hlauschek das mit der Ausstellung „Achtung Farbe“ in die herbstlich farbige Jahreszeit startet. Ein herzliches Willkommen galt der Kunsthistorikerin und Laudatorin des Abends Dr. Renate Miller-Gruber.
Seit über 20 Jahren arbeiten Marie-Luise Dietl und Thomas Hlauschek in wechselnden Ateliergemeinschaften zusammen. Seit fünf Jahren sind sie verheiratet und ein festes Team.

Verheiratetes Künstler-Ehepaar Marie-Luise Dietl und Thomas Hlauschek

Marie-Luise Dietl ist Kunstpädagogin, die zum Thema Kindermalerei promovierte. Dabei befasste sie sich auch theoretisch immer wieder mit dem Thema Farbe. Marie-Luise Dietl unterrichtete an verschiedenen Schulen. Zudem kann sie auf eine langjährige Lehrerfahrung und Ausstellungstätigkeit an den Universitäten Augsburg und Passau zurückgreifen. Sie engagiert sich zudem für Lehrerfortbildungen im Fach Kunst, veröffentlicht Fachartikel und hält Vorträge. So ist sie in vielfältigen bildnerischen Techniken und Ausdrucksweisen zuhause. Marie-Luise Dietl setzt immer wieder neue Schwerpunkte. Mal arbeitet sie großformatig an fleckhaften Farbsetzungen, die durch dynamische Linien verlebendigt werden, bis Malerei und Zeichnung ein untrennbares Ganzes bilden. Dann interessiert sie sich wieder für thematische Inhalte wie die Darstellung von Farbtuben oder Flaschen in kraftvoller Kombination. Oder sie lässt den Pinsel in fließenden Bewegungen über das Papier gleiten, um an Schreibschrift angelehnte Zeichen zu erfinden.

Thomas Hlauschek studierte Bauingenieurwesen und arbeitet am Landesamt für Umwelt. Seit seinen Jugendjahren widmet er sich der Malerei. Er erzielte Preise, wie den Kunstförderpreis der Stadt Gersthofen oder den Kunstpreis der Stadt Donauwörth. Thomas Hlauschek zeigte Bilder in der Großen Schwäbischen Kunstausstellung. Er beteiligte sich an vielen anderen Gemeinschaftsausstellungen und sammelte auch bei Einzelausstellungen seine Erfahrungen.
Seinen Sinn für Kompositorisches setzt er bei der grafischen Gestaltung wissenschaftlicher Publikationen ein, die zu seinem beruflichen Aufgabengebiet zählen. Seine Malerei ist frei von Gestaltungsvorgaben und sehr lebendig. Allein aus dem inneren Empfinden heraus entwickelt. Sie lebt von spontanen Reaktionen wie von Überlagerungen vorhandener Strukturen. Die Farbschichten verdichten sich, steigern ihre Intensität oder lassen tieferliegende Farbnuancen durchscheinen. Hier kommt Acrylfarbe oder Ölpastell zum Einsatz, aber auch Wachs.

Gegenseitige Inspiration

Beide Künstler sind Mitglieder im Berufsverband für bildende Künstler, Marie-Luise Dietl auch in der Augsburger Künstlervereinigung DIE ECKE.
In der heute beginnen Ausstellung „ACHTUNG FARBE!“ laden sie die Besucher ein, sich bewegen zu lassen und an brausenden Farbsetzungen zu erfreuen. Nicht bunt sind die Malereien und Grafiken, wohlgemerkt, sondern FARBIG!
Marie-Luise Dietl und Thomas Hlauschek legen auf diese Sichtweise Wert.
Erstmals seit frühen Jugendjahren stellen die beiden in einer gemeinsamen Schau Arbeitsergebnisse vor. Wechselhafte Zusammenhänge lassen erkennen, wie sich die beiden gegenseitig inspirieren, ja wie sie auch konkurrieren, - wie sie sich im Atelier beraten oder es auch an gegenseitiger Kritik nicht fehlen lassen. Die Ergebnisse müssen am Ende in beider Augen stimmig erscheinen.
Trotz der gemeinsamen Begeisterung für die Farbe, sind die Ansätze der beiden Künstler unterschiedlich. (si)
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