"Als das Wünschen noch geholfen hat"

Am Freitag, 14. Oktober, um 19.30 Uhr wird die Ausstellung "Als das Wünschen noch geholfen hat" mit Skulpturen von Christiane Sandler aus Kissing eröffnet. Die Einführungsrede hält Brigitte Heintze, Bildende Künstlerin aus Stadtbergen. Musikalisch begleitet wird die Vernissage von Stephanie Morgenroth, Gesang und Harfe.

Die Künstlerin Christiane Sandler präsentiert in dieser Ausstellung überwiegend Arbeiten, die in den letzten drei Jahren entstanden sind, meist stehende weibliche Figuren in Holz, dazu aber auch frühe Arbeiten, Modelle in Gips, die Auftragsarbeiten für Kirchen waren.
Die neuen Arbeiten knüpfen insofern an die früheren Heiligendarstellungen an, dass jede Figur eine Geschichte hat und einen Wunsch oder eine Sehnsucht verkörpert. Symbole aus der christlichen Ikonographie können auch hier noch vorhanden sein, werden aber mit persönlichen Inhalten gefüllt. So wird ein Mädchen mit Huhn auf dem Arm Franziska genannt, da sie die gleiche Verbundenheit mit der Vogelwelt ausdrückt wie eine frühere Darstellung des Heiligen Franziskus. Oder es gibt eine Lucia, mit strähnigen Haaren und in Decke gehüllt, auf deren Hautpartien bei genauerem Hinschauen Blattgold schimmert. Aus Maria wird eine Mutter mit Kind, die eine Muslimin auf der Flucht sein könnte.
Die Oberflächen der Figuren sind locker geschlagen. Sie zeigen durchaus Liebe zum Detail und untrstreichen somit ihre Verletzlichkeit und Sensibilität.
Christiane Sandler machte zunächst eine Ausbildung an der Fachschule für Holzbildhauer in Garmisch-Partenkirchen, danach ging sie an die Meisterschule für Holzbildhauer in München.
1991 und 1992 gewann sie den 1.Preis der Danner-Stiftung am BFZ München für Bau und Gestaltung.
Seit 1994 macht sie Rekonstruktionen in historischen Stilrichtungen, unter anderem für:
Örgryte Nya Kyrka Göteborg/Schweden, Eine deutsche Barockorgel, 1997-99
Frauenkirche Dresden, Chorschranke, 2004
Katharinenkirche Hamburg, Orgelprospekt, 2007-2013
Außerdem macht sie Restaurierungen und Ergänzungen in Zusammenarbeit mit regionalen Kirchenmalern.
Sie arbeitet aber ebenso eigene figürliche Arbeiten in Holz und Bronze, überwiegend für den sakralen Bereich in Zusammenarbeit mit der Diözese Augsburg.
2014 erhielt Christiane Sandler den Kunstförderpreis in Kissing. Augenblicklich ist sie am Skulpturenpfad der Stadt Friedberg beteiligt.
Die Ausstellungseröffnung findet am Freitag, 14. Oktober, um 19.30 Uhr statt, zu der alle Kunstinteressierten recht herzlich in das Rathausfoyer eingeladen sind. Die Ausstellung ist vom 14. Oktober bis 11. November zu den Öffnungszeiten des Rathauses Stadtbergen zu sehen.
Offener Sonntag: 30. Oktober von 11 Uhr bis 17 Uhr. (pm/si)
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