AWO Schwaben geht in die Luft

Der Wohlfahrtsverband setzt an seiner Stadtberger Geschäftsstelle ein Zeichen gegen Rassismus.

Menschenfeindliche Vorurteile, blöde Sprüche und nicht selten sogar Handgreiflichkeiten gegenüber Asylsuchenden – das ist schon zum in die Luft gehen. Mit einer Luftballon-Aktion während der Internationalen Wochen gegen Rassismus hat nun die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Schwaben an ihrer Geschäftsstelle in Stadtbergen ein Zeichen gegen Rassismus und für mehr Solidarität gesetzt.
Hierfür hatten sich Geschäftsstellenmitarbeiter, Kindergartenleitungen aus ganz Schwaben, Kinder sowie örtliche AWO-Ehrenamtliche zusammengetan. Passend zum diesjährigen 90. Jubiläum des schwäbischen Wohlfahrtsverbands schwebten auf das Startzeichen des AWO-Schwaben-Präsidiumsvorsitzenden Dr. Heinz Münzenrieder hin 90 rote Ballons gen Himmel, an denen jeweils ein AWO-Kärtchen mit der Aufschrift „Ein offenes Herz kennt keinen Rassismus…“ befestigt war.

Forderung nach Toleranz, offene Grenzen und Gemeinsamkeit

„Die AWO ist nicht nur ein Dienstleistungsunternehmen, sie hat auch ihre Ideale, den Willen mitzugestalten und den Mut, etwas zu sagen, wenn ihr mal was nicht passt“, sagte Münzenrieder. Mit Hinwies auf den Ursprung des Internationalen Tages gegen Rassismus fügte er hinzu: „Wir müssen gar nicht nach Südafrika schauen. In Deutschland hatten wir selber solche Zeiten und nun gibt es diesen Neuzeit-Nationalismus in ganz Europa. Wir brauchen Toleranz, offene Grenzen und Gemeinsamkeit.“ Und AWO-Schwaben-Vorstandsvorsitzender Dieter Egger ergänzte: „Wir finden es erschreckend, dass sich immer mehr Menschen rassistisch äußern, die selber gar keinen rechtsextremen Strukturen angehören. In unseren eigenen Einrichtungen leben wir das soziale Miteinander verschiedener Kulturen vor. Bei uns sind Menschen aus etwa 20 verschiedenen Nationen beschäftigt und auch den Geflüchteten helfen wir gerne.“
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