Begehbares Denkmal für die AWO-Gründerin in Königsbrunn

Schildenthüllung für den neuen Marie-Juchacz-Weg (von rechts) Otto Müller, Vorsitzender der AWO Königsbrunn, Bürgermeister Franz Feigl, Prof. Dr. Thomas Beyer, Vorsitzender der AWO in Bayern, und AWO-Schwaben-Präsidiumsvorsitzender Dr. Heinz Münzenrieder. Den Verlauf des Wegs zeigt Josef Marko von der Stadtverwaltung (ganz links im Bild)

In Königsbrunn wird der „Marie-Juchacz-Weg“ eingeweiht.

Die Königsbrunner Arbeiterwohlfahrt (AWO) hat derzeitig gleich mehrfachen Grund zur Freude: Der mitgliederstärkste Ortsverein des Augsburger Landkreises kann nicht nur auf sein 60-jähriges Bestehen zurückblicken, sondern erhielt zu diesem Jubiläum auch noch ein ganz besonderes Geschenk seitens der Stadt überreicht: Der lauschige Spazierweg in der Grünanlage zwischen AWO-Begegnungsstätte, AWO-Kita und AWO-Seniorenheim darf von nun an den Namen der Sozialreformerin Marie Juchacz tragen, die als erste Frau in ein deutsches Parlament gewählt worden war und im Jahre 1919 den Wohlfahrtsverband der AWO gegründet hatte.

Hochachtung für die freie Wohlfahrtspflege


Bei der feierlichen Eröffnung dieses begehbaren Denkmals waren neben zahlreichen Gästen auch AWO-Schwaben-Präsidiumsvorsitzender Dr. Heinz Münzenrieder, AWO-Schwaben-Vorstandsvorsitzender Dieter Egger, AWO-Landesvorsitzender Prof. Dr. Thomas Beyer und AWO-Landesgeschäftsführer Wolfgang Schindele zugegen. Nach den Begrüßungsworten von Bürgermeister Franz Feigl und dem Ortsvereinsvorsitzenden Otto Müller bedankte sich schließlich auch Münzenrieder bei der Stadt und zeigte sich sichtlich begeistert über das symbolische Geschenk der Kommune, welches im vergangenen Jahr einstimmig vom Stadtrat genehmigt worden war: „Uns freut es, dass Sie durch diese Straßenbenennung der freien Wohlfahrtspflege ein großes Stück Referenz erwiesen haben. Dies ist für mich ein Zeichen der Hochachtung.“ Schließlich legte Landesvorsitzender Beyer noch einen spannenden Abriss über die Arbeit und die Ziele von Marie Juchacz dar, wobei er auch die Hintergründe jener schwierigen Zeit in ein neues, interessantes Licht rückte.

Nach der humorvollen Einweihung des neuen Marie-Juchacz-Weges durch Pfarrer Bernd Weidner und Dekanin Doris Sperber-Hartmann („Wir segnen natürlich nicht das Trottoir, sondern die Menschen, die darauf gehen“) und der anschließenden Wegbegehung konnten sich die Besucher schließlich noch ausgiebig bei Kanapees und Kuchen im Königsbrunner AWO-Seniorenheim austauschen. Musikalisch umrahmt wurde die ausgelassene Einweihungsfeier von den goldenen Bläserklängen des Königsbrunner Posaunenchors.
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