Bezirkskonferenz zieht positive Bilanz

von links: Petra Fischer, Dr. Heinz Münzenrieder, Peter Ullmann und Dr. Simone Strohmayr.

Arbeiterwohlfahrt Simone Strohmayr und Petra Fischer ins schwäbische AWO-Präsidium gewählt

Stadtbergen/Schwaben Die Landtagsabgeordnete Simone Strohmayr aus Stadtbergen und die Königsbrunner Stadträtin Petra Fischer haben allen Grund zur Freude: Auf der Bezirkskonferenz der schwäbischen Arbeiterwohlfahrt (AWO) wurden sie als Vertreterinnen des Kreisverbands Augsburg-Land erstmalig ins Bezirkspräsidium gewählt. Präsidiumsvorsitzender Heinz Münzenrieder, der nunmehr seit 30 Jahren an der Spitze des schwäbischen Wohlfahrtsverbandes steht, wurde bei der Wahl nahezu einstimmig in seinem Amt bestätigt. Seine Stellvertreter sind Alfons Schier, Brigitte Protschka und Günter Vogt. Die beiden neuen Beisitzerinnen haben klare Vorstellungen und Ziele für ihr Amt im Wohlfahrtsverband: „Mein Herz liegt an der Verknüpfung von Jung und Alt“, sagte Petra Fischer zuversichtlich, „vor allem die Stärkung der Jugendarbeit ist mir wichtig.“ Ähnliche Vernetzungen sieht Simone Strohmayr: „Ich möchte ein Bindeglied zwischen Wohlfahrtsverband und Politik sein und sehe mich als die Stimme der AWO Schwaben in der bayerischen Politik.“

Vier Anträge an die bayerische Staatsregierung


Stabile Mitgliederzahlen, 3.000 freiwillige Helfer und 3.000 hauptamtlich Beschäftigte in 100 Einrichtungen der AWO Schwaben führten den Konferenzteilnehmern vor Augen, welchen Stellenwert Arbeit der AWO im Regierungsbezirk innehat. Doch die Delegierten haben im Stadtberger Haus der Familie nicht nur Bilanz gezogen und gewählt, sondern auch landesweit die Weichen neu gestellt, was die soziale Gerechtigkeit betrifft: Mit vier Anträgen an die bayerische Staatsregierung möchte die schwäbische AWO das Sozialstaatsprinzip erfüllt wissen und gegen gesellschaftliche Ungerechtigkeiten vorgehen. Die mit Nachdruck gestellten Forderungen betreffen die finanzielle Förderung von Pflegeplätzen, den Ausbau der Hort-Betreuung, die Beitragsfreiheit von Kindertagesstätten sowie die Erhöhung der Haushaltsmittel für das AWO-Zentrum für Aidsarbeit. Vorstandsvorsitzender Dieter Egger sieht das breit gefächerte Engagement gegen Rassismus und Intoleranz als ganz besonders wichtig an, was Münzenrieder bekräftigte: „Helfen, ohne zu differenzieren - das ist unser Markenkern!“

Europa muss nachziehen


Die rund 120 Teilnehmer der anschließenden Sozialkonferenz, darunter auch Stadtbergens Bürgermeister Paulus Metz, freuten sich, als Gastredner den Präsidiumsvorsitzenden des AWO-Bundesverbandes Wilhelm Schmidt, begrüßen zu dürfen. Er stellte vor allem die Bedeutung der Wohlfahrtspflege für Europa heraus: „Wir haben viel zu tun, um europaweit das herzustellen, was von der AWO Schwaben vorgelebt wird.“ Wie aktuell soziale Prinzipien auch im vereinten Europa sind, erläuterte Thomas Beyer, der Vorsitzende der Bayerischen AWO: „Wir haben in vielfältiger Weise fachliche Impulse gesetzt.“ Beste Grüße des schwäbischen Bezirkstags überbrachte dessen Präsident Jürgen Reichert und vom Bundestag der Abgeordnete Karl-Heinz Brunner. Münzenrieder zeigte sich am Ende des Tages hochzufrieden: „Wir können stolz auf unsere schwäbische AWO sein“, verkündete der Präsidiumschef freudestrahlend, „und ich meine damit in erster Linie das Engagement unserer ehrenamtlichen Mitarbeiter. Denn diese sind unser eigentliches Kapital!“

Das neu gewählte Präsidium der AWO Schwaben


Vorsitzender
Dr. Heinz Münzenrieder (Augsburg-Stadt)

Stellvertretende Vorsitzende
Brigitte Protschka (Kaufbeuren und Ostallgäu)
Alfons Schier (Krumbach)
Günter Vogt (Aichach-Friedberg)

Weitere Mitglieder des Präsidiums
Andrea Ehmke-Graf (Neu-Ulm)
Peter Feile (Aichach-Friedberg)
Petra Fischer (Augsburg-Land)
Paulus Gruber (Dillingen)
Edmund Güttler (Memmingen-Unterallgäu)
Heinrich Kopriwa (Donau-Ries)
Willi Leichtle (Augsburg-Stadt)
Lothar Seidel (Kempten)
Dr. Simone Strohmayr (Augsburg-Land)
Horst Winter (Neuburg)

Revisoren
Dr. Karl-Heinz Brunner (Neu-Ulm)
Kurt Forner (Augsburg-Stadt)
Peter Ullmann (Augsburg-Land)

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