Blühendes Idyll für die Sinne

Im Bild von links: AWO-Schwaben-Baureferent Werner Franke, Seniorenheimleiter Markus Schimpel, Heimfürsprecherin Marie-Luise Pecher, AWO-Ortsvereinsvorsitzender Gerd Pecher, AWO-Schwaben-Vorstand Marion Leichtle-Werner und Horst Meck, Prokurist der Firma Abenstein.

Am AWO-Seniorenheim in Gersthofen ist der Spatenstich für den Gerontogarten erfolgt.

Auf geht’s: Mit dem symbolischen Spatenstich hat die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Schwaben nun die Baustelle des Gerontogartens im geschützten Innenhof des AWO-Seniorenheims in Gersthofen (Kreuzstraße) eröffnet. Für das blühende Idyll, das allen Heimbewohnern mehr Lebensqualität bieten und insbesondere die Therapie von Demenzkranken unterstützen soll, nahmen die Verantwortlichen gerne den Spaten in die Hand und natürlich auch das notwendige Geld.

Förderung durch die Deutsche Fernsehlotterie


Die Idee zu diesem „Garten für die Sinne“ hatte Heimleiter Markus Schimpel. „Seine Hartnäckigkeit hat sich ausbezahlt: Die AWO Schwaben hat das Bauvorhaben in ihren Investitionskostenplan aufgenommen. Gefördert wird es zudem von der Deutschen Fernsehlotterie mit knapp 24.000 Euro und auch unsere Ehrenamtlichen aus dem AWO-Ortsverein tragen ihren Teil dazu bei“, berichtete Marion Leichtle-Werner, Vorstand für Finanz- und Bauwesen bei der AWO Schwaben. Die planerischen Aufgaben übernahm AWO-Schwaben-Baureferent Werner Franke mit Unterstützung des Architekturbüros Walter K. Büschl.

Sitzgruppen, Arbeitsbereiche und Objekte zur Aktivierung der Sinne


Das Konzept, das Heimleiter Schimpel beim Spatenstich vorstellte, sieht wie folgt aus: Das etwa 120 Quadratmeter große Gelände mit rundlaufendem, überschaubarem Wegesystem wird barrierefrei gestaltet, so dass sich die Heimbewohner dort selbstständig und sicher bewegen können. In der Mitte des Gartens wird ein kleines Bäumchen gepflanzt. Zum therapeutischen Gartenbereich gehören als Anziehungs- und Orientierungspunkte Rückzugsorte mit geschützten Sitzgruppen, Arbeitsbereiche (Beete, Quellstein) und Objekte zur Aktivierung der Sinneswahrnehmung, z. B. ein Klangspiel. Die Bepflanzung orientiert sich an den Jahreszeiten, wobei neben ungiftigen Blumen und Kräutern auch Obst- und Gemüsesorten zum Einsatz kommen. Beete laden zu gärtnerischer Betätigung ein. Düfte sprechen das Langzeitgedächtnis an. Ein Steinbrunnen (Quellstein) in der Nähe des Nutzgartens weckt optisch Erinnerungen und aktiviert zur Gartenarbeit. Als weitere Ausstattung sind stabile, kippsichere Bänke und Stühle, stabile Sonnenschirme und Vogeltränken am Brunnen vorgesehen.
Die Kosten des Bauvorhabens belaufen sich auf insgesamt etwa 70.000 Euro. Die Fertigstellung ist für September geplant.
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