Bunte und ganz "legale" Farben für die Halfpipe

Farbenfrohe Kunst an der Mini-Ramp durch Jugendrat, Jugendpflege, junge Flüchtlinge und „Die Bunten“ an der Panzerstraße. Über das tolle Ergebnis freuen sich Erster Bürgermeister Paul Metz und 2. Bürgermeister Michael Smischek bei der Vorstellung des legalen „Graffiti-Projekts“. Foto: Ingrid Strohmayr

Graffiti-Projekt/ Die im Sommer 2015 aufgestellte neue Halfpipe an der Panzerstraße wurde mit illegalen Graffitis verunstaltet. Jetzt verschönerten die Jugendräte, junge Flüchtlinge in Zusammenarbeit mit „Die Bunten“ in einem Workshop ganz legal die Miniramp und ließen sich so einiges einfallen.

Ingrid Strohmayr
Stadtbergen. Seit dem vergangenen Sommer gibt es an der Panzerstraße in Stadtbergen eine neue Halfpipe aus Beton, ein Anziehungspunkt für alle jungen Skateboarder, BMX-Fans, Inline- und Scooter-Fahrer. Höchst ärgerlich: Kaum aufgestellt, wurde die Mini-Ramp mit illegalen Graffitis beschmiert. Nun holte sich die Stadt Stadtbergen „professionelle“ Hilfe bei dem Verein „Die Bunten“, eine gemeinnützige Organisation zur Förderung der Graffiti-Kultur, die sich seit 2011 sich für einen besseren Umgang mit Graffiti einsetzt und Prävention fördert, und schuf legale Möglichkeiten für die künstlerische Gestaltung der Halfpipe.
In Zusammenarbeit mit den Jugendpflegerinnen Ilona Bork und Juliane Schretzmair, einigen Mitgliedern des Jugendrates, Jugendliche aus dem Jugendclub „Inside“ und jungen Flüchtlingen aus Eritrea und Syrien, die im Exerzitienhaus Leitershofen leben und von den Johannitern betreut werden, konnte das Projekt nun im zweiten Anlauf aufgrund des schlechten Wetters realisiert werden. „Die Jugendlichen beteiligten sich höchst motiviert und kreativ an der „Spray-Aktion“ und auch das Kennenlernen zwischen den einheimischen und der neu hin gekommenen Jugendlichen ist kleiner Beitrag zur Integration“, freuen sich die beiden engagierten Jugendpflegerinnen.
Ausgestattet mit alter Kleidung oder weißen Schutzoveralls, Mundschutz konnten die jungen Sprayer sich an den ausgewiesenen, zugeteilten Flächen, vorgrundiert von „den Bunten“ sich künstlerisch „austoben“. So entstanden hübsche, vor allem farbenfrohe Skater-Motive rund um den Regenbogen, der sich über gesamte Anlage zieht. Unter anderem sind eine Pizza, Bananenschale, Pflaster, Totenkopf oder auch ein Kopfhörer zu sehen, die nach der Aktion von Erstem Bürgermeister Paul Metz und seinem Stellvertreter 2. Bürgermeister Michael Smischek wohlwollend in Augenschein genommen wurden. „Jetzt fehlt eigentlich nur noch unser Stadtsymbol, die drei Bögen in rot, blau und grün auf der Miniramp“, schmunzelte der Bürgermeister. Gesagt, getan: „Tolle Idee, die setzten wir gleich um“, begeistert sich Jugendrat Patrik Miehler.
Im Rahmen des Stadtfestes wird der neue Skaterplatz am Donnerstag, 5. Mai, 13 bis 17 Uhr, mit einem bunten Rahmenprogramm in Kooperation mit der Skaterhockeyabteilung des TVA gebührend eingeweiht. Nun hoffen zuletzt inständig alle Beteiligten, dass ihr mit viel Liebe im Detail geprägtes „Kunstwerk“ von Vandalismus und üblen Schmierereien verschont bleiben wird…..

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