Erst Hindernislauf, dann Rollator-Führerschein

Den „Rollator-Führerschein“ erwarben die Teilnehmer des „Rollator-Trainings“ in Stadtbergen beim Training in der Parkschule. Foto: Ingrid Strohmayr
In Zusammenarbeit mit der Verkehrswacht Augsburg, dem Seniorenbeirat und dem Sanitätshaus Ganter lud die Stadt Stadtbergen die auf einen Rollator angewiesenen Bürger zum Seminar „Wie gehe ich richtig mit meinem Rollator um“ in den Pausenhof der Parkschule Stadtbergen ein, der für die Teilnehmer kostenlos war.
Über die große Resonanz seitens der 25 Senioren, die am Ende des „Workshops“ einen „Rollator-Führerschein“ ausgehändigt bekamen, freute sich Stadtbergens Erster Bürgermeister Paulus Metz, dessen Idee es war, ein Rollator-Training anzubieten. „Nachdem die Anforderungen im Straßenverkehr für ältere Verkehrsteilnehmer immer größer werden, soll mit diesem Training beispielsweise über das richtige Verhalten beim Überqueren der Fahrbahn mit einem Rollator und das Ein- und Aussteigen in und aus öffentlichen Verkehrsmitteln geübt werden“ so Metz. Nach einem kurzen Erfahrungsaustausch setzten sich die Teilnehmer mit dem größten Proble

m, dem sicheren Bewältigen von Bordsteinen unter Einbezug des sogenannten „toten Winkels“ auseinander. Um Unfälle zu vermeiden, gab Marianne Birkle von der Verkehrswacht Augsburg wertvolle Tipps für das richtige Aufstehen und Hinsetzen mit dem Rollator.

Anhand eines Geschicklichkeitsparcours lernten die Teilnehmer mit ihrer rollenden Gehhilfe manövrieren, drehen, Slalom fahren, Engstellen zu überwinden und auch rückwärtsfahren. Für alle gab es neben einem Gewinnspiel schließlich noch den Sicherheitscheck der Gehhilfen mit dem „TÜV“ durch Harald Honsak (Sanitätshaus Ganter) und seinen Mitarbeitern. Besonders freuten die Teilnehmer, dass ihre Rollatoren auf die optimale Höhe eingestellt wurden, um Rückenschmerzen der Benutzer vorzubeugen.

Weiter informierte die SWA (Stadtwerke Augsburg), dass die blauen Knöpfe an und in der Straßenbahn und Bus (für Kinderwagen und Rollstuhlrampe) die automatische Türschließung unterdrücken, so haben auch die Rollator-Benutzer Zeit und der Fahrer achtet besonders auf diesen Personenkreis.

Ingrid Strohmayr
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