„Fortbewegungsversuche“ im Stadtberger Rathaus-Foyer: Anne Mayr zeigt Handwerkskunst

Zweiter Bürgermeister Michael Smischek eröffnete mit der Künstlerin Anne Mayr die Foyer-Ausstellung „Fortbewegungsversuche“, die bis 12. Mai im Rathaus zu sehen ist. Foto: Ingrid Strohmayr

AUSSTELLUNG/ Die Bilder der Künstlerin Anne Mayr sind bis 12. Mai im Stadtberger Rathaus zu den Öffnungszeiten zu sehen. In ihren Bildern erzählt sie Geschichten. Wort und Gedankenspiele beschäftigen die Künstlerin.

Im Namen von Stadtbergens Erstem Bürgermeister Paul Metz begrüßte 2. Bürgermeister und Vorsitzender des Kulturausschusses Michael Smischek die vielen Gäste anlässlich der Ausstellungseröffnung „Fortbewegungsversuche“ von Anne Mayr.

Die "Handwerkerin" Anne Mayr

Sein erster und ganz besonderer Gruß galt der Hauptperson des Abends Anne Mayr deren Werke über die Osterzeit bis hin zum Stadtfest im Rathausfoyer ausgestellt sind. Ein herzliches „Grüß Gott“ galt Kunstkuratorin Brigitte Heintze, die die Künstlerin für diese Ausstellung gewinnen konnte.

Anne Mayr bezeichnet sich nicht als Künstlerin, sondern als Handwerkerin, damit steht sie in der Tradition vieler mittelalterlicher Künstler, die ihre Werke als „Handwerkskunst“ bezeichneten und von ihrem Umfeld so gesehen wurden. Gute Kunstwerke verlangen handwerkliches Können, und wenn der kunstinteressierte Bürger die heutigen Bilder betrachtet, erkennt er ohne Zweifel die Verbindung von Handwerk und Kunst.

Biographie und Entwicklung

Die Nähe zum Handwerk wurde Anne Mayr gleichsam in die Wiege gelegt: In Günzburg geboren als Tochter von Schlosser Mayr. Sobald sie „stark und groß“ genug war, half sie dem Vater beim Schweißen, Sägen und Schmieden. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Fachlehrerin für Kunsterziehung und Werken.
Nach der 2. Lehramtsprüfung studierte sie an der Münchner Akademie für Malerei und Grafik bei Prof. Franz Nagel. Anschließend unterrichtete sie in der ersten Wochenhälfte in der Günzburger Maria-Ward-Realschule, die zweite Wochenhälfte gehörte der Malerei. 2006 quittierte sie den Schuldienst und widmete sich ausschließlich der Malerei.

Veränderung im Schaffen

Anne Mayr zeigt in dieser Ausstellung Arbeiten der letzten Jahre. In ihren Bildern erzählt sie Geschichten, daher sind diese „narrativ“ in jeder Deutungsmöglichkeit des Wortes. Zu Beginn ihres Schaffens hat Mayr ausschließlich gezeichnet, ihre Welt war Schwarz/Weiß. Als sie später begann Landschaften in Öl-Lasur auf Kreidegrund zu malen, kam eine gedämpfte Farbigkeit hinzu. Wort- und Gedankenspiele beschäftigen die Künstlerin. Deren Spektrum reicht von poetisch über bissig.

Motive ihrer Bilder

Schauspieler, vor, während und nach der Aufführung in der Garderobe, Narren und Masken bevölkern ihre Bilder. Es geht um Vorführung, Spiel und Verkleidung, eben um die ernsten Dinge des Lebens und die nackte Wahrheit.
Der Kontakt, der manchen Narren inspiriert und vor Überheblichkeit bewahrt, ist der mit Vögeln, Erdmännchen und noch näherer Verwandtschaft.
Darüber hinaus erlaubt sich die Künstlerin jede Art von inhaltlicher Variation, denn unten ist es anders als man oben denkt – und umgekehrt, und Seifenblasen verändern die Welt, bevor sie platzen...
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.