Irische Impressionen - „Mother’s Pride“ begeisterte im Bürgersaal

Ein ganz besonderes musikalisches Juwel: Die verträumten Flötenklänge von Mandy Winter. Foto: oh

Temperamentvolle Tänze, fetzige Traditionals und bretonische Balladen: Die Erfolgsband Mother’s Pride hat sich seit nunmehr 30 Jahren dem natürlichen Zauber der irischen Folkmusik verschrieben und zu ihrem großen Jubiläumskonzert in den Stadtberger Bürgersaal eingeladen.

Im ausverkauften Haus trat das akustische Ensemble eine leidenschaftliche Liederreise an, die es sich erlaubt hatte, mit zahlreichen Instrumenten die Ländergrenzen der gälischen Welt in verspielter Weise zu überschreiten: Verträumte Weisen von der Grünen Insel, schottische Klagelieder über Wehmut und Abschiedsschmerz, aber auch düstere Dramen über den Tod und den Teufel haben die Besucher augenblicklich in einen wunderschönen Bann der zeitlosen Melodien gezogen. Mit französischen Akkordeonklängen und rasend schnellen Fiddleläufen fingen die Interpreten die ansteckende Magie der keltischen Kulturepochen ein.

Gastmusikerin Ute Schmid-Holzmann rundete die internationale Klangvielfalt des Ensembles mit ihren sanften Harfenklängen aus sagenumwobenen Zeiten stimmungsvoll ab. Als wahres Meisterstück des Abends offenbarte sich allerdings die ergreifende Komposition „The Lonesome Boatman“, ein irischer Hochseewestern im besten Ennio-Morricone-Stil, wobei das filigrane Flötenspiel von Mandy Winter und dessen dramatische Echoeffekte wahrhaftig den allergrößten Respekt verdient hatten.

Die musikalischen Impressionen durch die Zauberwelt der Grünen Insel waren für die Besucher ein wunderschönes Erlebnis. (oh)
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