„Keine Zukunft ohne Vergangenheit“

10 Jahre Stadt Stadtbergen, ein Grund zum Feiern: Von links im Bild Augsburgs Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl, Landrat Martin Sailer, Dr. Ludwig Fink, Bundestagsabgeordneter Hansjörg Durz, Erster Bürgermeister Paulus Metz und Regierungspräsident Karl Michael Scheufele. Foto: Ingrid Strohmayr

JUBILÄUM/ Den Auftakt der Feierlichkeiten anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Stadterhebung machte am Freitagabend der Festakt Stadtbergen mit 200 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Kultur im Stadtberger Bürgersaal, feierlich musikalisch umrahmt vom Männerchor Stadtbergen.

Ingrid Strohmayr

Am 12. Mai 2007 wurde die Marktgemeinde Stadtbergen durch den Bayerischen Innenminister und späteren Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Günther Beckstein zur Stadt erhoben. „Inzwischen ist Stadtbergen mit seinen fast 15.000 Einwohnern aus den städtischen Kinderschuhen herausgewachsen und hat sich zu einer dynamischen und attraktiven Stadt gemausert. Es galt in den vergangenen Jahren so manche Herausforderung zu meistern, wie etwa der Übergang zu einer Fair Trade-Stadt oder den Bau einer neuen Dreifachturnhalle. Unsere junge Stadt hat viel Potential und Energie, was sich nicht zuletzt in der Bereitschaft unserer Bürger zur Übernahme von Ehrenämtern, ihrer Kreativität bei Problemlösungen und bei ihrem Engagement in Vereinen oder kulturellem Gebiet widerspiegelt“, betonte Stadtbergens Erster Bürgermeister Paulus Metz in seiner Festrede.
„Aber auch durch die Lage zwischen dem Oberzentrum Augsburg und den Westlichen Wäldern sind viele Ressourcen vorhanden, die Stadtbergen zu einer liebenswerten Stadt mit qualitativ hochwertigen Freizeitmöglichkeiten bei gleichzeitig hervorragender Anbindung im Straßennetz macht. Wir sind eine junge prosperierende Stadt mit Ambiente und zugleich attraktiv und freundlich für alle, besonders auch für Familien und für Senioren“, betonte der Bürgermeister.

Natürlich – nah – dran lautet der Slogan der Stadt:

Natürlich denkt die Stadt an die Umwelt und ist mittlerweile eine „gentechnikfreie Stadt“, heizt die Gebäude teilweise mit Hackschnitzeln und hat die Straßenlaternen und Beleuchtungen in den städtischen Gebäuden auf energiesparende Systeme umgestellt.

Nah
sind die Verantwortlichen der Stadt bei den Familien. Der neugeschaffene Kontaktpunkt und Familienstützpunkt hilft und vernetzt die Bürger. Neue Kinderkrippen und Spielplätze wurden geschaffen, im Ziegelhof der Bunten Kreis erfahren schwerstkranke Kinder und ihre Familien Hilfe, die Schulen werden derzeit umgebaut und erweitert.

Dran und in der Planung sind die Probleme rund um den Lärmschutz und den Straßenverkehr. Die Schallentkoppelung der Gleise der Linie 3 war aufwändig und teuer, die Erneuerung und der Ausbau des Straßen und Fahrradnetzes sind erfolgt. Jedoch nach wie vor gibt es Probleme mit dem Schleichverkehr in Stadtbergen. Der Schallschutz an der B17 und der B300 sind ein großes Anliegen des Ersten Bürgermeister Paulus Metz, wie auch die Probleme im Zusammenhang mit der geplanten Straßenbahnlinie 5. „Hier darf nichts passieren, was zu Lasten unserer Stadt geht“, betont Metz.

Die Stadt Augsburg stimmte vor zehn Jahren der Übernahme einer Patenschaft zur Stadterhebung von Stadtbergen, nicht nur aus geographischen Gründen, zu. Jetzt gratulierte Augsburgs Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl herzlich zum zehnjährigen Stadtjubiläum: „Die damals jüngste Stadt Bayern hat sich in jedem Fall als vorbildliches Patenkind erwiesen und alle Erwartungen hinsichtlich seiner wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Entwicklung übertroffen“. Er hofft weiterhin auf ein gutes Miteinander und zeigte sich zuversichtlich, dass einvernehmliche Lösungen bei der anstehenden Verkehrsproblematik gefunden werden.

Landrat Martin Sailer beglückwünschte die fünftgrößte Kommune der 46 Landkreisgemeinden: „Stadtbergen hat sich stets konsequent zu einer modernen und erfolgreichen Kommune entwickelt. So steht Stadtbergen heute für eine pulsierende und sympathische Stadt mit Herz, freigeblieben von Hektik und Anonymität. Entscheidend für die erfolgreiche wirtschaftliche, kulturelle und soziale Entwicklung waren sicher auch Werte wie die Zusammengehörigkeit als Bürgerschaft und die Überschaubarkeit der Lebensverhältnisse“.

Als historisch bedeutsamen Tag bezeichnete Stadtbergens ehemaliger 1. Bürgermeister Dr. Ludwig Fink den 12. Mai 2007 in seiner Laudatio. Die Stadterhebung wird nicht nur in die Erinnerungskultur einfließen, sie sollte den Verantwortlichen auch Auftrag und Anliegen sein. „Stadt werden, Stadtbergen bleiben, hieß vor gut zehn Jahren unsere Losung, Stadt sein, Stadtbergen bleiben, sollte sie heute lauten“, so Fink. Erfreut zeigte sich Fink, der an diesem Abend seinen 71. Geburtstag feierte, von der Entwicklung des sozialen Lebens mit Betreuungs- und Bildungsangeboten, Förderung von Vereinen und Organisationen, Humanität im Flüchtlingswesen und der Pflege der Städtepartnerschaften. Zwei Projekte würden die Stadtqualität allerdings noch unterstreichen: Eine weiterführende Schule und die Einhausung der B17.

Vor dem geselligen Teil des Abend mit der BigBand Dance&Swing des Musikvereins Stadtbergen, einer Latein-Tanzshow der mehrfachen Bayerischen Meister Benedikt Seigner und Sandra Schüssler und einem lustigen Auftritt der SCHUberger deuPLATTLER hatte Regierungspräsident Karl Michael Scheufele „das letzte Wort“, der mit seiner humorvollen Rede, die Festgäste zum Schmunzeln brachte. „Es gibt wenig 15000 Einwohner-Städte, in denen man demnächst zu Fuß in eine Uniklinik gehen kann!“ Zudem wurde Stadtbergen mit Rom gegründet und Augsburg von Rom….

Das gesamte ausführliche Programm zur Festwoche „10 Jahre – 10 Tage“ vom 19. bis 28. Mai gibt es im Internet unter www.stadtbergen.de
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.