„Keramik und Plastik, Malerei und Graphik“

Bis zum 8. Juli sind die Exponate der Ausstellung „Keramik und Plastik, Malerei und Graphik des Künstlerehepaares Eva-Maria Pittroff-Nowak und Heinrich Nowak im Stadtberger Rathaus-Foyer zu sehen. Foto: Ingrid Strohmayr
VERNISSAGE IM RATHAUSFOYER/ Das Künstlerehepaares Eva-Maria -Nowak und Heinrich Nowak zeigen während der Öffnungszeiten des Rathauses bis 8. Juli ihre Kunstwerke.
Ingrid Strohmayr

Als Stellvertreter des Hausherren, des Ersten Bürgermeisters Paul Metz, dessen herzliche Grüße er übermittelte, hieß 2. Bürgermeister Michael Smischek zahlreiche Gäste zur Eröffnung der Ausstellung „Keramik und Plastik, Malerei und Graphik“, des Künstlerehepaares Eva-Maria Nowak und Heinrich Nowak im Rathaus-Foyer willkommen. Sein besonderer Gruß galt dem Kunsterzieher und Künstler Georg Coulin, der die Laudatio hielt und in die Ausstellung einführte. Musikalisch umrahmt wurde der Frühsommerabend durch Kai Fischer am Saxophon, Didgeridoo und Flöte und von Christian Stock am Bass. Smischek freute sich, dass die Organisatorin der Stadtberger Foyerausstellungen Kunstkuratorin Brigitte Heintze unter den Gästen war, die die abwechslungsreichen Ausstellungen zusammenstellt und immer wieder interessante Künstler für die Kunstausstellungen im Stadtberger Rathausfoyer gewinnen kann.
Eva Maria Nowak wurde als Tochter des berühmten Künstlerehepaares der Keramikerin Berta Pittroff und dem Bildhauer, Keramiker- und Ofensetzermeister Heinrich Pittroff in Augsburg geboren. Nach ihrer Keramikerausbildung studierte sie Malerei und Graphik bei Prof. Franz Nagel an der Münchener Kunstakademie. Anschließend arbeitete sie viele Jahrzehnte in der väterlichen Werkstatt in der Nachbarstadt Neusäß. Dabei entwarf und modellierte sie große Wandreliefs, entwarf Kachelöfen, keramische Gitter und modellierte künstlerischen Schmuck.
In den letzten Jahren arbeitete Eva Maria Nowak auch ohne Auftrag - zur eigenen Freude. Es entstanden Reliefs und Vasen, außerdem Plastiken, auch farbig gestaltet. Daneben ist für sie auch die religiöse Thematik von großer Bedeutung.
Der Maler und Radierer Heinrich Nowak wurde in Marienbad geboren. Nach dem Abitur, hat an der Kunstakademie in München bei den Professoren Anton Marxmüller, Adolf Thiermann und Hans Straub studiert. Außerdem absolvierte er das Studium der Germanistik an der Münchener Universität. Er war bis 2007 Gymnasiallehrer für Kunsterziehung und Deutsch in Königsbrunn. Heinrich Nowak ist Mitglied im Berufsverband bildender Künstler Schwaben-Nord und Augsburg e.V. und im Kulturkreis Neusäß. Im Jahr 1986 erhielt er den Hermann-Götz-Preis in Marktoberdorf. Heinrich Nowak ist durch seine zahlreichen Einzelausstellungen in der weiteren Umgebung bekannt. So stellte er beispielsweise bereits im Jahr 1974 in der Kellergalerie im Schaezlerpalais aus, aber auch im Jahre 2010 schon einmal im Rathausfoyer in Stadtbergen. Zuletzt im Jahre 2014 zusammen mit seiner Frau im Kulturforum im Sudetendeutschen Haus in München.
Die ausgestellten Tonplastiken sind meist freie Arbeiten, erläuterte der Künstler Georg Coulin, die aus einem eigenen inneren Impuls der Künstlerin geschaffen sind. In ihrem Verhältnis zum Raum sind diese Arbeiten der Kategorie Freiplastik zuzuordnen. Das heißt, stehende oder lagernde menschliche Figuren, die den Betrachter auffordern, von allen Seiten betrachtet zu werden, wobei man stets neue Formen entdecken kann. Charakteristisch für die Tonarbeiten ist die geschlossene Rundung, das plasttische Grunderlebnis schlechthin, bei dem körperliche Masse nach außen drängt und Spannung aufbaut. Die Qualität einer Tonfigur beruht auf die Erfüllung und der Variation dieser „positiven“ Rundung, so der Kunsterzieher. In Erwartung nennt die Künstlerin einen liegenden Frauenakt (Nr. 11). „Da sehen wir außer eine präzisen anatomischen Zeichnung vor allem kräftige, erdenschwere weibliche Formen. Diese Formen hat die Künstlerin zusätzlich noch dadurch hervorgehoben, dass sie die gebrannte Figur nachträglich noch patiniert hat.
Die ausgestellten Arbeiten von Heinrich Nowak sind direkt vor Ort entstanden, entweder in Südfrankreich oder daheim, in direkter Konfrontation mit dem Motiv. „Es sind Hommagen an all das Gesehene und Erlebte, in den jeder Moment geschätzt und der Aufbewahrung würdig ist“, so Coulin. Es sind Beweise der intensiven Auseinandersetzung mit der nächsten Umgebung und zugleich Sinnbilder für die ganze Schöpfung.
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