Lernwerkstatt für Stadtberger Flüchtlingskinder

Stadtbergen. Hausaufgaben sind für viele Kinder nicht immer einfach. Das gilt für deutschsprachige Kinder und erst recht für die Kinder aus Syrien, Afghanistan und anderen Ländern, die in der Stadtberger Flüchtlingsunterkunft in der Bismarckstraße wohnen. Sie bemühen sich zwar sehr, die deutsche Sprache rasch zu lernen, aber manche Textaufgabe bereitet auch deutschen Schülern erhebliches Kopfzerbrechen.
An zwei Nachmittagen pro Woche bieten einige ehrenamtliche pädagogisch erfahrene Helfer der Flüchtlingshilfe Stadtbergen auf Initiative der Asylsozialarbeiterin Susanne Donn für jeweils zwei Stunden den schulpflichtigen Kindern in der Bismarckstraße einen geschützten Raum, in dem sie in Ruhe ihre Hausaufgaben erledigen können.
Auftretende Fragen zu Lösungswegen werden von den erwachsenen Helfern kompetent gelöst. „Die Kinder von der 1. bis zur 8. Klasse kommen gern in die Schule und die Lernwerkstatt, weil sie in ihren Heimatländern entweder gar nicht oder nur unter großen Gefahren die Schule besuchen durften. Für sie und ihre Eltern ist deshalb der Schulbesuch ein großes Geschenk“, sagt Paul Reisbacher, ehemaliger Lehrer, der mit seinen freiwilligen „Kollegen“ die Kinder betreut. Auf unserem Bild übt er (links im Bild) mit Nematolla aus Afghanistan Lesen und Kathrin Burgstaller mit Shadi aus Syrien die deutsche Grammatik. (si)
Foto: Ingrid Strohmayr
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