Pfarrer Josef Pfeifer feiert Goldenes Priesterjubiläum

In der seiner ehemaligen Pfarrei St. Oswald in Leitershofen feierte Pfarrer Josef Pfeifer am Sonntag sein 50-jähriges Priesterjubiläum. Im Bild von links Pfarrgemeinderatsvorsitzender und 2. Bürgermeister Michael Smischek, Kirchenpfleger Gerhard Smischek, Pfarrer Josef Pfeifer, Stadtpfarrer Konrad Huber mit Erstem Bürgermeister Paul Metz. Foto: Ingrid Strohmayr

Im Rahmen des feierlichen Festgottesdienstes und des anschließenden Pfarrfestes in der Pfarrkirche „Zum Auferstandenen Herrn“ feierte Pfarrer Josef Pfeifer, der mittlerweile im wohlverdienten Ruhestand ist, sein Goldenes Priesterjubiläum.

Im Namen der Pfarrei St. Oswald, des Pfarrgemeinderates und der Kirchenverwaltung, aber auch persönlich gratulierte Pfarrgemeinderatsvorsitzender und 2. Bürgermeister Michael Smischek herzlichst dem Seelsorger, der 27 Jahre in Leitershofen wirkte. „Wir dürfen heute mit Ihnen auf 50 Jahre im priesterlichen Dienst zurückblicken. Würde man über den Beruf des Pfarrers philosophieren würde man sagen: Der Arbeitsplatz ist absolut sicher, Nachwuchsmangel ist seit Jahren die Regel, der Priester ist gefragt, die Bezahlung ist wohl auch nicht sehr schlecht, nur der Sonntag allerdings ist nicht arbeitsfrei, und es gibt auch keinen freien Feiertag“, so Smischek in seiner Ansprache.
Pfarrer Josef Pfeifer wurde am 26. Juni 1966 von Bischof Dr. Josef Stimpfle in Dillingen zum Priester geweiht, unmittelbar nach dem 2. Vatikanischen Konzil, in einer Zeit in der in der Kirche eine große Aufbruchsstimmung herrschte. Mehr als die Hälfte seines priesterlichen Wirkens fand in Leitershofen statt, bis er mit 70 Jahren 2009 (auch das Jahr der Gründung der Stadtberger Pfarreiengemeinschaft) in den Ruhestand ging.

„In all den Jahren gehörten Sie zu den Stillen. Sie machten nie viel Aufhebens um Ihre Person und erfüllten Ihre Aufgabe als Seelsorger äußerst zuverlässig. Wenn jemand krank, einsam oder in Not war, waren Sie als guter Geist zur Stelle. Eines Ihrer Wirkungsfelder war die Seniorenarbeit, wo Sie diese persönliche Stärke besonders gut einsetzen konnten. Am Herzen lagen Ihnen aber auch die Jüngsten. Immer wieder thematisierten Sie die Bedeutung des ungeborenen Lebens. Daneben war die religiöse Kindererziehung im Kindergarten und in der Schule für Sie immer sehr wichtig. Mit viel Herzblut leiteten Sie auch die Ministranten an. Zeitweise zählte man sage und schreibe 50 Ministranten in Leitershofen“, betonte Michael Smischek.
Mit seiner einfachen und umweltschonenden Lebensweise gab Pfarrer Josef Pfeifer seinen Pfarreiangehörigen stets ein gutes Beispiel. Der Pfarrer auf dem Fahrrad war in Leitershofen ein alltäglicher Anblick. Ob zum Unterricht in die Schule, zur Messe nach St. Oswald oder zum Einkaufen – sein original „Mercedesfahrrad“ war ein treuer Begleiter. Nur wenn größere Fahrten anstanden oder das Wetter sehr schlecht war, kam der grüne „Jetta“ aus der Garage.

Immobilienangelegenheiten gehören auch zur Arbeit eines Pfarrers. So fielen einige herausragende Baumaßnahmen in Pfarrer Pfeifers Amtszeit in Leitershofen, wie die Restaurierung der Barockkirche St. Oswald, der Abschluss der Generalsanierung der St. Oswald-Kirche und die erste große Sanierung der Pfarrkirche. Einen wichtigen Meilenstein für die Pfarrei stellte der Neubau des Kindergartens dar. Zum Ende Ihres Wirkens legten er zusammen mit dem langjährigen Kirchenpfleger Werner Steinhögl den Grundstein für den Neubau der Kinderkrippe.

Mit einem Zitat von Adolf Kolping: „Das Glück der Menschen liegt nicht in Geld und Gut, sondern es liegt in einem Herzen, das eine wahrhafte Liebe und Zufriedenheit hat, schloss Michael Smischek seine Ansprache und wünschte Pfarrer Pfeifer noch viele Jahre mit dieser Glücksformel und hofft, dass er noch oft in seine „alte“ Pfarrei in Leitershofen besuchen wird.

Erster Bürgermeister Paul Metz schätzte in all den Jahren den feinsinnigen und echten Humor des Geistlichen: „27 Jahre haben Sie den Ortsteil Leitershofen geprägt und Großartiges geleistet, wie wenige andere, insbesondere in der Jugendarbeit und im sozialen Bereich“. Mit einem Sektpräsent und gravierten Gläser, die das Stadtwappen mit der St. Nikolauskirche und das Logo der Stadt Stadtbergen zeigen, gratulierte und dankte der Bürgermeister dem langjährigen Seelsorger zum 50jährigen Priesterjubiläum. „Unser Logo zeigt die Farben blau, rot und grün, diese Farben stehen für Glaube, Liebe und Hoffnung. All diese drei Dinge hat uns Pfarrer Pfeifer vorgelebt und uns gezeigt, dass er ein guter Hirte und ein guter Arbeiter im Weinberg des Herrn war“.
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