Politik von Frauen für Frauen mit Frauen

30 Jahre Frauen-Union Stadtbergen (von links im Bild: Bundestagsabgeordneter Hansjörg Durz, Christa Lindner, Helga Brunner, Edeltraud Spuhler, Ortsvorsitzende Ingrid Strohmayr, Gertrud Zuchtriegel, Staatsministerin Dr. Beate Merk, Roswitha Süßmair, Landtagsabgeordnete Carolina Trautner und Stadtbergens Erster Bürgermeister Paul Metz. (Foto: FU Stadtbergen)
 
Anlässlich des 30. Geburtstages der Frauen-Union Stadtbergen kam die Bayerische Staatsministerin für Europaangelegenheiten und regionale Beziehungen nach Stadtbergen, die durch die Vorsitzende Ingrid Strohmayr (links i, Bild) und Ersten Bürgermeister Paul Metz herzlich begrüßt wurde. (Foto: FU Stadtbergen)

JUBILÄUM/ Unter dem Motto „Wir geben Vollgas in ein neues Lebensjahrzehnt“ feierte die Frauen-Union (FU) Stadtbergen ihr 30jähriges Bestehen. Als Festrednerin kam die Bayerische Staatsministerin für Europaangelegenheiten und regionale Beziehungen und FU-Bezirksvorsitzende Dr. Beate Merk in das tiergestützte Therapiezentrum „Ziegelhof“ der Stiftung Bunter Kreis.

Am 9. Juli 1987, wurde die Frauen-Union Stadtbergen, als vierter Ortsverband im Landkreis Augsburg nach Gersthofen, Königsbrunn und Neusäß durch 25 interessierte Frauen im Cafe Seitz in Leitershofen gegründet. Den Anstoß die Arbeitsgemeinschaft für Frauen in der CSU zu gründen, kam vom damaligen Vorsitzenden der CSU Johann Mayer und der Kreisfrauen-Union, die es bereits seit 50 Jahren im Landkreis Augsburg gibt.

Frauen in der Politik

„Von den CSU-Männern anfangs etwas belächelt - sie sahen uns eher in der Rubrik „K“ „Kirche, Küche, Kinder“ - packten wir neben kommunalen Themen auch Gesellschaftspolitisches an, wie den §218, „Alkohol, Dein Freund-Dein Feind“, Gewalt in der Familie, informierten uns über die SOS-Kinderdörfer, nahmen an Seminaren teil und stellten Kandidatinnen bei den Kommunalwahlen“ erinnerte Ortsvorsitzende Ingrid Strohmayr in ihrem Rückblick. „Wir besetzen stets aktuelle, interessante Themen und zeigen, dass Frauen auch Spaß am politischen Engagement haben. Es gibt genügend Gründe, sich speziell für Frauenthemen in der Politik und Gesellschaft einzusetzen. Wir unterstützten die Initiative der Frauen-Union Bayern mit einer Unterschriftenaktion im Kampf gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution, wie für die Mütterrente. Unser Frauen-Frühstück zum Weltfrauentag, das einmal im Jahr unter bestimmten Themen zu Gesundheit, Medizin stattfindet, stand im vergangenen Jahr unter dem Motto „Auf Tuchfühlung - wir leben Toleranz und Integration“, dazu luden wir Flüchtlingsfrauen aus Syrien und Afghanistan ein, die in der Unterkunft in Stadtbergen mit ihren Familien leben“, so Strohmayr. Mit Mentoring, Coaching und anderen Programmen unterstützt die FU ihre Mitglieder beim Ein- und Aufstieg in der Partei und sieht sich als starkes Netzwerk für politisch interessierte Frauen.

In dieser Legislaturperiode stellt die CSU 11 Stadträte plus Bürgermeister, davon kommen alle vier Stadträtinnen aus der Frauen-Union, wie die Landtagsabgeordnete und CSU-Kreisvorsitzende Carolina Trautner, die dem FU-Ortsverband immer mit „Rat und Tat, Herz und Verstand“ zur Seite steht. Ein herzliches Dankeschön der Ortsvorsitzenden galt Carolina Trautner, die durch ihren „guten Draht“ zur Bayerischen Staatsregierung den Besuch der Bayerischen Staatsministerin für Europaangelegenheiten und regionale Beziehungen Dr. Beate Merk ermöglicht hat.

Einsatz für Flüchtlinge

Erst im vergangenen Jahr besuchte die Ministerin die Flüchtlingsunterkunft in Stadtbergen und zeigte sich von der Arbeit der Flüchtlingshilfe begeistert. „Und da die Ortsvorsitzende auch gleichzeitig Stadträtin und Integrationsbeauftragte ist, widmet sich die Frauenunion aktuell ganz besonders auch dem Thema Flüchtlinge und Integration. Eine Aufgabe, die auch mich in meiner Funktion als Staatsministerin für Europaangelegenheiten und regionale Beziehungen sehr beschäftigt. Und das kommt nicht von ungefähr: Ob das Integrationscafe „Go In“, ein Ausflug für Flüchtlingskinder ins Legoland oder - das neuste Projekt – ein Schwimmkurs für die Kinder im Vorschulalter. Mit einem starken Netzwerk stellen Sie mit den Flüchtlingshelfern die tollsten Projekte auf die Beine!“, lobte die Ministerin. Die Flüchtlingszahlen sind zwar 2016 deutlich zurückgegangen. „Aber für eine dauerhafte Entwarnung gibt es keinen Grund. Im Gegenteil: die aktuellen Entwicklungen auf der zentralen Mittelmeerroute und in Italien geben Anlass zu großer Sorge. Die CSU hat in der Flüchtlingspolitik von Anfang an von drei Prinzipien vertreten: Humanität und Hilfsbereitschaft, Begrenzung der Zuwanderung und Integration der Schutzbedürftigen. Wir geben im Freistaat Bayern allein in den vier Jahren von 2015 bis 2018 rund neun Milliarden Euro für Unterbringung und Integration der Flüchtlinge aus und damit mehr als alle anderen. Und – das ist mir persönlich besonders wichtig – wir leisten vor Ort Perspektiven bei der Bekämpfung von Fluchtursachen“, betonte Dr. Beate Merk.

Das ganz besondere Dankeschön für die Gastfreundschaft im Ziegelhof richtete Ingrid Strohmayr an Horst Erhardt und Ralf Otte der Stiftung Bunter Kreis. Die Arbeit des Bunten Kreis liegt der FU sehr am Herzen. „Wir sind stolz, dankbar und glücklich, dass es gerade in Stadtbergen dieses wohl bundesweit einmalige Therapiezentrum in Stadtbergen gibt. Bereits vor der Eröffnung rief die FU anlässlich der „Tour Ginkgo“, die im Juli 2014 durch Stadtbergen rollte zur „Aktion Stadtbergen backt!“ ein. Der Erlös aus dem Verkauf von 70 Kuchen – stolze 1300 Euro – konnten dem Bunten Kreis übergeben werden. „Wir freuen uns, dass uns die Frauen-Union von Anfang an unterstützt“, freut sich der Vorsitzende Ralf Otte, der nicht nur die Staatsministerin durch den Ziegelhof mit seinen vierbeinigen Therapeuten führte, sondern auch die interessierten Geburtstagsgäste.
Last not least freute sich die Vorsitzende Ingrid Strohmayr, dass sie an diesem Abend „auf dem Weg ins vierte Lebensjahrzehnt“ der Frauen-Union Stadtbergen gleich drei neue Mitglieder begrüßen zu können, so zählt der Ortsverband heute 41 Damen. (pm)

Fotos: FU Stadtbergen
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