Stadtbergen feiert “Perlenhochzeit“ mit Brie

Bei der Einweihung des „Rond Point de la Fraternité“ in Brie-Comte-Robert (von links im Bild: Astrid Flagner (Vorsitzende des PaVe Stadtbergen, 3. Bürgermeisterin Bärbel Schubert, Erster Bürgermeister Paulus Metz, Cantal Louise-Adèle (Vorsitzende des Comiteé de Jumelage) mit Bürgermeister Jean Laviolette. Fotos: Ingrid Strohmayr
 
Zum krönenden Abschluss des 30-, 25-, 10- und 5jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft zwischen Brie-Comte-Robert, Stadtbergen, Olbernhau, Bagnolo Mella und Litvinov wurden die Geburtstagstorten angeschnitten.

STÄDTEPARTNERSCHADT/ Das 30-jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft zwischen Stadtbergen und Brie-Comte-Robert wurde jetzt in Frankreich gefeiert. Der „Rond Point de la Fraternité”, ein Kreisverkehr am Ortseingang des Städtchens symbolisiert die Freundschaften zwischen den Partnerstädten im brüderlichen Europa.

Seit 30 Jahren besteht die Städtepartnerschaft zwischen Stadtbergen und Brie-Comte-Robert, die jetzt in Frankreich mit einem großen Festprogramm gefeiert wurde. Aus diesem Anlass reiste der Partnerschaftsverein Stadtbergen (PaVe) mit einer großen Delegation, den Vorsitzenden Astrid Flagner und Gabi Nießner, Stadtbergens Erstem Bürgermeister Paulus Metz, 3. Bürgermeisterin Bärbel Schubert und den Stadträten Gerhard Heisele, Roland Mair, Paul Reisbacher, Dieter Häckl und Ingrid Strohmayr in die Partnerstadt.

"Neue Freundschaften"

„Gerade die vielfältigen familiären und persönlichen Kontakte und Begegnungen zwischen den Bürgern waren es, die wechselseitiges Verständnis füreinander geweckt haben. Alte Freundschaften dauern an, neue entstehen, viele haben Freundschaften fürs Leben geschlossen. Freude auch aus anderen Partnerstädten, aus Olbernhau, Bagnolo Mella und Litvinov feiern mit uns“, freut sich PaVe-Vorsitzende Astrid Flagner.

Die Begründer der Städtepartnerschaft

Ein großer Dank gebührt den Begründern dieser Partnerschaft vor 30 Jahren. Auf Seiten von Brie-Comte-Robert waren das Bürgermeister André Aubert und Andrée Touboul, heute Ehrenbürgerin der Stadt Stadtbergen; auf Seiten von Stadtbergen Bürgermeister Raimund Bertele und vor allem Horst Brunner, der damalige 2. Bürgermeister und Vorsitzender des Kulturausschusses wie auch Gründer und Vorsitzender des Partnerschaftsvereins. Er hatte die Idee, trieb sie in Stadtbergen fraktionsübergreifend voran und schrieb nach einem Besuch im Elsass weitere 15 Kommunen in Frankreich an.

Vielversprechend klang die Zusage aus Brie-Comte-Robert nach einem Anruf von Andrée Touboul, der stellvertretenden Kulturbürgermeisterin. Ihre sehr guten Deutschkenntnisse überraschten, »die Inhalte, ihre Wortwahl und charmante Stimme waren für Horst Brunner eine Offenbarung«. Sogar von »Liebe auf den ersten Blick« war die Rede. Nach ersten Besuchen mit kleinen Delegationen wurde die Verschwisterung im Oktober 1987 mit den Bürgermeistern, der »maman« und dem »papa de jumelage« und vielen Bürgern in Brie-Comte-Robert, ein Jahr später in Stadtbergen, gefeiert.

Intensiver Austausch

Die regelmäßigen Treffen in den vergangenen drei Jahrzehnten waren stets von herzlichen Begegnungen, interessanten Programmen und intensivem Austausch, geprägt. Die schon in den Anfangsjahren ins Leben gerufen jährliche gegenseitige Jugendbegegnung gibt es immer noch, heuer im 27. Jahr. „Besonders freut es uns, dass die Stadtberger Jugend zur Feier des Jubiläums mit nach Brie-Comte-Robert gekommen ist und heute mit uns feiert“, betont Astrid Flagner.

Weg der Partnerschaft weiter gehen

„Diesen seit 30 Jahren eingeschlagenen, gemeinsamen Weg müssen wir alle weitergehen, mit dem Ziel, den Partnerschafts-Gedanken, unser Miteinander, unsere Freundschaft, nun in unserer Jugend zu verankern und der tiefen Krise, in der die europäische Idee steckt, wenigstens als kleiner Mosaikstein auf kommunaler Ebene entgegenzuwirken“, so die PaVe-Vorsitzende beim Festabend im festlich dekorierten „Safran“.

Zeichen deutsch-französischer Aussöhnung

„Die Verbrüderung, die Jumelage, unserer beiden Städte und der seit 30 Jahren andauernde Austausch und die Verbindung beider Orte haben reiche Frucht getragen. Sie bilden einen der vielen Meilensteine der Aussöhnung unserer beiden Völker Deutschland und Frankreich, wie er kurz nach dem Krieg kaum vorstellbar war. Mittlerweile gibt es in Deutschland 2200 deutsch/französische Partnerschaften und wir sind stolz darauf, auch dazuzugehören. Wie bei jedem freundschaftlichen Austausch fängt die Beziehung langsam an zu wachsen, braucht eine Basis und kann sich von dort aus entfalten. So war es auf der großen politischen Bühne, aber auch im Kleinen zwischen Brie-Comte-Robert und Stadtbergen“, betonte Erster Bürgermeister Paulus Metz in seiner Festrede. Sein Amtskollege Bürgermeister Jean Laviolette freut sich, dass nach Stadtbergen auch weitere Partnerstädte wie Olbernhau im Erzgebirge (1992), Bagnolo in Italien (2000) und Litvinov (2011) in Tschechien dazu kamen: „Diese Paarungen waren die Quelle von unbeschreiblichem Reichtum, wir haben echte Freunde!“

Vier Partnerstädte vereint

Der wundervolle Abend stand zudem unter dem Zeichen der Brüderlichkeit, der Solidarität, der Freundschaft und der Geselligkeit. Bereits am Vormittag eröffneten Gastgeber und Gäste aus allen Partnerstädten den „Rond Point de la Fraternité“, den Kreisverkehr der Brüderlichkeit, am Orteingang von Brie-Comte-Robert. Diese besondere Architektur erinnert an die jeweiligen Abstände zwischen den vier Partnerstädten, sie ist ein starkes Symbol und markiert die Vereinigung, Allianz und die Brüderlichkeit zwischen den Völkern.
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