Tierquäler von Deuringen gesucht: Peta setzt 1000 Euro Belohnung aus und gibt Tipps für Pferdehalter

Einem Pferd ist in der Nacht auf Mittwoch von einem Unbekannten eine Schnittwunde zugefügt worden. (Foto: Christine Wieser/Symbolbild)
Ein Fall von Tierquälerei wurde kürzlich bei der Polizei in Pfersee angezeigt - die Tierrechtsorganisation Peta möchte nun bei der Suche nach dem Täter helfen und hat eine Belohnung von 1000 Euro ausgesetzt für Hinweise, die zum Täter führen. Der bislang unbekannte Täter hatte in Deuringen ein Pferd mit einem Messer verletzt, in der Nacht vom 7. auf den 8. März in der Kapellenstraße. Die circa 15 Zentimeter lange, tiefe Schnittverletzung am linken hinteren Oberschenkel des Tieres musste tierärztlich versorgt werden. Der Pferdehalter erstattete Anzeige gegen Unbekannt.

Zeugen, die Verdächtiges beobachtet haben, sollen sich unter der Telefonnummer 0821 323 2610 bei der Polizeiinspektion Augsburg melden und haben nun zusätzlich die Möglichkeit, sich telefonisch unter 0152 07373341 oder per E-Mail bei Peta zu melden – auch anonym. Möglicherweise waren mehrere Täter an der Tierquälerei beteiligt.

Peta weist darauf hin, dass es in den vergangenen Jahren immer wieder Fälle von schwerer Tierquälerei im Umkreis von circa 50 Kilometern von Deuringen gab. Im März 2015 und im Juli 2016 fügte ein unbekannter Täter zwei Stuten in Honsolgen Schnittverletzungen zu. Im März 2016 schlug ein Unbekannter einen Haflinger in Bonstetten blutig. Mehrere Kühe wurden im März 2015 in Aubing von einem Tierquäler misshandelt.

„Immer wieder werden Peta Gewalttaten gegenüber Pferden gemeldet“, so Judith Pein im Namen von Peta. „Weitere Vorfälle in der Region sollten umgehend angezeigt werden, um mögliche Tatzusammenhänge aufzuzeigen. Sadistische Täter belassen es häufig nicht bei Tierquälerei und vergehen sich später unter Umständen auch an Menschen.“

Tipps für Pferdehalter


Die Tierrechtsorganisation rät Pferdehaltern daher zur besonderen Aufmerksamkeit, wenn ein „Pferderipper“ umgeht. Die Tiere sollten – sofern möglich – nachts nicht auf der Koppel stehen, sondern in einer sicheren, bestenfalls mit Videokameras ausgestatteten Stallung untergebracht werden. Alle Zugänge sollten gesichert und abgesperrt sein. Zudem werden die Kontrollgänge nach Möglichkeit zu unregelmäßigen Zeiten durchgeführt. Aus Sicherheitsgründen ist es dabei ratsam, diese mit mindestens zwei Personen auszuführen und Mobiltelefone bei sich zu tragen. Verdächtig erscheinende Personen in der Umgebung sollten unbedingt der nächsten Polizeidienststelle gemeldet werden, ebenso wie Personen, die bereits in der Vergangenheit durch ihr Verhalten aufgefallen sind.

Fälle von Tierquälerei werden täglich in Deutschland aufgedeckt. Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Gewalttaten an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen.
Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach § 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Peta setzt daher regelmäßig Belohnungen in Fällen von Tierquälerei aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.
(pm)
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