Wenn ich das wüsste….

Zum Nachdenken regen die die Kunstobjekte der in Augsburg lebenden und arbeitenden Künstlerin Elisabeth Bader ein. Die Ausstellung „Wenn ich das wüsste..." wurde am Freitagabend durch Stadtbergens 2.Bürgermeister Michael Smischek im Rahmen der Vernissage eröffnet. Foto: Ingrid Strohmayr


AUSSTELLUNG/ Die Künstlerin Elisabeth Bader stellt bis 17. November ihre Objekte im Rathaus-Foyer aus. Es gibt auch einen offenen Sonntag am 12. November von 15 bis 17 Uhr.

Zur Ausstellungseröffnung „Wenn ich das wüsste“ von Elisabeth Bader begrüßte 2. Bürgermeister Michael Smischek im Namen des Hausherrn, des Ersten Bürgermeisters Paul Metz, viele kunstinteressierte Gäste im Foyer des Stadtberger Rathauses. Sein ganz besonderer Gruß galt der Künstlern Elisabeth Bader mit Familie und Freunden, der Laudatorin, Monika M. Schultes, Bildende Künstlerin. Ein weiteres herzliches „Grüß Gott“ galt den Kollegen aus dem Stadtrat und der Organisatorin der Stadtberger Foyer-Ausstellungen Kunstkuratorin Brigitte Heintze.

Die 1978 in Kempten geborene Künstlerin, aufgewachsen in Betzigau, studierte nach dem Abitur 1997 Sonderpädagogik/Gehörlosenpädagogik und Kunstpädagogik an der LMU München. Eine weitere Station ihres beruflichen Werdegangs war das Studium der Malerei, Radierung und Lithographie an der Facultad de Bellas Artes, Universidad Complutense de Madrid. Sie arbeitete mit Künstlern geistiger Behinderung, war Mitorganisatorin des 4. Europäischen Kunstpreises ÈUWARD 2007, der an Künstler mit geistiger Behinderung verliehen wird. 2010 wurde sie mit dem Kunstförderpreis der Dr. Rudolf-Zorn-Stiftung, Kempten ausgezeichnet, wie dem Familie Paul-Breitkopf-Preis (Marktoberdorf), dem Kunstpreis der Skulptura (Buxheim) und 2013 dem Skulpturen Sonderpreis (Irsee) und dem Füssener Förderpreis (2016) für junge Kunst.



Baukunst, Bildhauerei, Malerei, Zeichnung, Grafik und auch das Kunsthandwerk galten im 19. Jahrhundert als vorrangige Kunstgattungen der bildenden Kunst. Heute wird dieser Begriff sehr viel weiter gefasst: Man spricht heute nicht mehr nur von Bildhauerei, sondern von Plastik, Skulptur, Objekt, Assemblage und sogar Installation. Auch Malerei, Zeichnung und Grafik haben sich weiterentwickelt, sind um die Fotografie erweitert worden und greifen heute auf vielfältige Materialien zurück. Der Fachbegriff der „Mischtechnik“ ist heute längst etabliert, und wenn Kunstwerke schlicht als „Arbeiten“ bezeichnet werden, dann kommt das sicher nicht vom altbekannten Karl Valentin Zitat „Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit“. Vielleicht ist es heute einfach oftmals zu schwierig, die exakte Kunstgattung zu erkennen. Elisabeth Bader macht es dem Betrachter in dieser Hinsicht schwer und einfach zugleich: Sie fertigt plastische Objekte aus unterschiedlichen Alltagsmaterialen. Das verwendete Material wirft aber Fragen auf: Warum Zitronenschalen? Warum Teebeutel? Warum alte Stoffreste? Warum Backpapier, Wachs, Draht? Daher auch der Titel der Ausstellung: „Wenn ich das nur wüsste ...“
Die Ausstellung im Foyer des Stadtberger Rathauses ist Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 8,30 bis 12 Uhr und am Mittwoch von 7.30 bis 12 Uhr und von 14 bis 18 Uhr zu sehen. Der Offene Sonntag findet am 12. November von 15 bis 17 statt. (si)
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