Wir sind und bleiben Fairtrade Town

Setzen sich für den Fairen Handel ein: Im Bild von links Christine Weiner, Felizitas Smith mit Erstem Bürgermeister Paul Metz beim Steuerungstreffen in der Evangelischen Friedenskirche in Stadtbergen. Foto: Ingrid Strohmayr


FAIRER HANDEL/ In Stadtbergen fand ein Vernetzungstreffen der Fairtrade Town Steuerungsgruppen aus der Region (Nord-) Schwaben statt. Fairtrade Stadt zu sein, bedeutet, ein konkretes Zeichen für eine gerechtere Welt zu setzen.

Ingrid Strohmayr
Stadtbergen. Im Januar 2013 wurde der Stadt Stadtbergen der Titel Fairtrade Town verliehen. Nach einer Überprüfung der umgesetzten Projekte kam es im Januar 2015 zu einer Titelerneuerung für die nächsten vier Jahre. Die Idee eines Vernetzungstreffen für die Fairtrade Town Steuerungsgruppen aus der Region wurde auf einer Sitzung des Kulturausschusses der Stadt Stadtbergen geboren: Eine Welt-Promotorin Felizitas Smith war Anfang des Jahres eingeladen, um ihre Arbeit vorzustellen. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Vernetzung der Aktiven und Engagierten in der Eine Welt-Arbeit/Entwicklungspolitik. Jetzt trafen sich Steuerungsgruppen aus Augsburg, Dillingen, Bobingen, sowie zwei „Anwärter“ aus Horgau und Aichach auf Einladung der Steuerungsgruppe Stadtbergen und Eine Welt-Promotorin Felizitas Smith in der Evangelischen Friedenskirche zum Erfahrungsaustausch. Felizitas Smith betonte in ihrer Einführung: „Die Steuerungsgruppe ist das Herzstück einer Fairtrade Town. Die hier engagierten Bürger planen und organisieren, diskutieren, überzeugen, führen durch und motivieren ihre Mitbürger, um ihre Kommune auf den Weg zur Fairtrade Town zu bringen, den Titel zu erhalten und den Fairen Handel voranzubringen. Jede Kommune tickt anders und dennoch sind viele der Herausforderungen ähnlich. Das Vernetzungstreffen gibt uns die Möglichkeit, uns untereinander auszutauschen, voneinander zu lernen und sich für zukünftige Aktionen inspirieren und motivieren zu lassen.“ Zur Freude derTeilnehmer begrüßte auch Stadtbergens Erster Bürgermeister Paul Metz die Teilnehmer und erläuterte anschaulich den Weg Stadtbergens Weg zur Fairtrade Stadt. So stellten die einzelnen Steuerungsgruppen ihre Aktivitäten in einer beeindruckenden Sammlung von einmalig durchgeführten bis hin zu fest etablierten Aktionen und Projekten vor. In Dillingen entstand ein faires Kochbuch mit Kinderkochkursen, Stadtbergen beteiligt sich am Ferienprogramm und wird ein faires Geocachen anbieten, in Augsburg wiederum gibt es eine Fairtrade-Stadtrallye für Schüler, die Stadtschokolade und ein Flyer zeigt alle Möglichkeiten auf, wo aufgelistet ist, wo der Verbraucher fair gehandelten Kaffee bekommt. In Bobingen nutzt die Stadt die Möglichkeit faire Geschenkkörbe zu feierlichen Anlässen zu verschenken. In Horgau wird der Dreiklang bio-regional-fair sehr betont, es werden zum Beispiel am Jahresauftakt des regionalen Bauernmarktes Fairtrade-Rosen verteilt. In Aichach konnte eine Bank mit ins Boot genommen werden. Diese bestellt für alle Filialen in und um Aichach Fairtrade Kaffee im Aichacher Weltladen. Auch die Kindergärten in Aichach verschenken zu Weihnachten und Ostern fair gehandelte Schokolade.
Abschließend betonte Felizitas Smith übereinstimmend mit Christine Weiner von der lokalen Steuerungsgruppe Stadtbergen, dass die Engagierten viel Zeit und Mühe in ihre ehrenamtliche Arbeit und sich auch von Rückschlägen nicht entmutigen lassen. Ihre Arbeit ist vielfältig, kreativ und bewirkt etwas. Die Aktionen werden sehr gut angenommen und teilweise auch eingefordert. Dennoch wünschen sich die Aktiven, dass der Gedanke der Fairtrade Towns sich noch fester im Bewusstsein der Bevölkerung verankert. Die Stadt hat sich um einen Titel beworben. Dieser Titel soll und darf von Verwaltung und den Bürgern auch gelebt werden. Aktionen und Projekte laufen auf vielen Ebenen, mit Schülern, in den Vereinen und mit Senioren. Um sich weiter gegenseitig zu inspirieren und informieren planen die Steuerungsgruppen, sich einmal im Jahr zu einem Austausch zu treffen. Hier sollen in Zukunft auch fachliche Informationen zu Themen der nachhaltigen Beschaffung, also Beschaffung nach sozialen und ökologischen Kriterien (beispielsweise Arbeitsbekleidung von Bauhofmitarbeitern oder Feuerwehr, Pflastersteine und Ähnliches) mit Fachleuten gemeinsam erarbeitet werden.

BU
Setzen sich für den Fairen Handel ein: Im Bild von links Christine Weiner, Felizitas Smith mit Erstem Bürgermeister Paul Metz beim Steuerungstreffen in der Evangelischen Friedenskirche in Stadtbergen.
Foto: Ingrid Strohmayr
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