Wohnraum für Flüchtlinge in Stadtbergen gesucht

Measho Ghebremedhin, Misgina Mael (von links im Bild) aus Eritrea haben in Norbert Greim (Pfarrer i.R.) von der Flüchtlingshilfe Stadtbergen aktive Unterstützung bei der Wohnungssuche erfahren, wie auch Abel Barkhat und Tesfay Tsegay. Foto: Ingrid Strohmayr

SOZIALES/ Einen neuen Weg der Wohnungssuche startet die Flüchtlingshilfe Stadtbergen über ihre Homepage. Bürger, die eine Wohnung in Stadtbergen an Flüchtlinge vermieten wollen, können sich dort melden und sich auch über den Mietspiegel informieren. Das Koordinationsteam der Flüchtlingshilfe Stadtbergen sucht dann in den jeweiligen Unterkünften geeignete Mieter für die angebotenen Objekte.

Eine Wohnung zu finden, ist meist nicht einfach, in der Stadt Augsburg und den Kommunen im Landkreis steht nicht genügend Wohnraum zur Verfügung. Besonders schwierig ist es für Geringverdiener, oder Menschen, die von öffentlichen Geldern abhängig sind, dazu zählen auch die Flüchtlinge. Für sie ist es besonders schwierig, da sie oft von Vorurteilen konfrontiert sind, die deutsche Sprache nicht ausreichend beherrschen oder nur beschränkten Zugang zu Medien, die die Wohnungssuche unterstützen, haben. Das hat zur Folge, dass die Flüchtlinge - vorwiegend aus Syrien, Irak, Afghanistan, Eritrea, Nigeria und Somalia - und deren Familien oft über Jahre hinweg in den Unterkünften festsitzen, deren Größe und Qualität nicht den Bedürfnissen eines menschenwürdigen Lebens entsprechen. Zusätzlich haben alle Flüchtlinge im Fall einer Anerkennung laut Gesetz die Pflicht aus den Unterkünften auszuziehen und das sind derzeit die Hälfte aller in Stadtbergen verweilenden Flüchtlinge.

Acht Wohnungen sind bereits bezogen

Zur Freude der Flüchtlingshilfe Stadtbergen konnte für mittlerweile acht Familien und alleinstehende Männer Wohnungen in Stadtbergen und im Landkreis gefunden werden, die mittlerweile bezogen sind. Bei den Behördengängen, Umzug und Beschaffung von Möbel und Hausrat halfen die Ehrenamtlichen Helfer der Flüchtlingshilfe Stadtbergen. „Einige Familien haben in Häusern der WBL in Langweid Wohnungen bekommen, dort gibt es auch das Familienbüro, das bei der Suche von Kindergartenplätzen, Einschulung und Behördenangelegenheit die Arbeit der Flüchtlingshilfe Stadtbergen erfolgreich fortsetzt“, sagt Koordinator, Pfarrer i.R. Norbert Greim. Leider schreckt die Tatsache, dass das Jobcenter die Miete bezahlt, manchen Vermieter ab.

Flüchtlingshilfe will Wohnungen vermitteln

Einen neuen Weg für die Wohnungssuche startet jetzt die Flüchtlingshilfe Stadtbergen über die Homepage der Flüchtlingshilfe www.stadtbergen.de. Hier können interessierte Vermieter ihr Objekt anbieten und in einer Tabelle die Obergrenzen bezüglich des Mietpreises und Größe erfahren. Das Koordinationsteam kümmert sich dann wiederum um den geeigneten Mieter, stellt den Kontakt her und begleitet bei einer Wohnungsbesichtigung. Sind sich Vermieter und Mieter einig, wird von der Flüchtlingshilfe ein Vertragsentwurf des Vermieters zum Jobcenter gebracht. Nach der Zustimmung, die in der Regel erteilt wird, wenn die Obergrenzen eingehalten werden, kann der Vertrag von beiden Parteien unterzeichnet werden. Auch nach dem Bezug ihrer „eigenen“ Wohnung betreut die Flüchtlingshilfe weiterhin die neuen Mieter unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“.
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