Kritik an den Plänen der Straßenverkehrsbehörde

Die SPD Stadtbergen startete in der letzten Woche die Vorstellungsrunden des Bürgermeisterkandidaten Matti Müller in den vier Stadtteilen. Bei seiner ersten Vorstellungsversammlung unter dem Motto „Zeit für Matti!“ hat der SPD-Kandidat heftige Kritik an den Plänen des Landratsamtes zur Beschilderung im Umgriff der Panzerstraße in Stadtbergen geäußert.

„Es ist für mich nicht nachvollziehbar, wie hier eine staatliche Verwaltung den lobenswerten Ansatz des Verkehrssicherheitsprogrammes so ins Gegenteil verdrehen kann, wie hier offensichtlich geplant,“ äußerte sich Müller zu einem Artikel in der lokalen Presse über die Pläne der Straßenverkehrsbehörde die Ortsschilder unmittelbar nach der B17-Abfahrt zu entfernen.

Der SPD Fraktionsvorsitzende Roland Mair befürchtet durch diese Maßnahme nicht nur eine Zunahme des Verkehrslärms durch eine Aufhebung der innerörtlichen Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h. „Wenn auf einer Vierspurigen Straße aus Lärmschutzgründen nur Tempo 60 erlaubt ist stellt sich mir schon die Frage, warum dann direkt neben der Wohnbebauung dieser Lärmschutz nicht mehr gelten soll?“ wundert sich der Bürgermeisterkandidat.

Äußerung zum Plan Markierungen und Beschilderungen zu verbessern

Auch das Ziel aus dem Programm des Innenministeriums, den Straßenraum, Markierungen und Beschilderungen zu verbessern und hierfür den Schilderwald zu lichten, da zu viele Schilder ablenken, sieht Müller durch die Pläne alles andere als erfüllt. Anhand einer Karte zeigte Müller auf, dass es aufgrund der Beseitigung der Ortsbeschilderung zu einer Vervielfachung der hierdurch notwendig werdenden Straßenbeschilderung komme. So müssten für die zwei beseitigten Ortschilder an den Abfahrten der B17 insgesamt sechs neue Ortschilder sowie zahlreiche neue Tempo 70 Schilder und auch vor dem Kreisverkehr weitere Temporeduzierende Schilder aufgestellt werden. „Wenn man hier mit zehn neuen Schildern auskommt um zwei bewährte Schilder zu ersetzen wird der Zweck der Maßnahme beim besten Willen nicht erreicht.“ Ebenso muss natürlich mit erheblichen Verkehrs-Sicherheitsproblemen gerechnet werden, da davon die falsche Signalwirkung hin zu mehr Raserei im Innerortsbereich die Folge wäre.

Dieter Fromm stellt Forderungen

Der Ortsvorsitzende Fromm forderte zusammen das Landratsamt auf, seine Pläne nochmals zu überdenken und die Stadt Stadtbergen sofort in diese Planungen mit einzubeziehen, da von den geplanten Änderungen auch die kommunale Planungshoheit in hohem Maße betroffen sei. Die Stadtverwaltung forderte er zusammen mit Matti Müller auf, bei den anstehenden Verhandlungen auf eine sinnvolle, bürgerfreundliche und wirtschaftliche Lösung zu bestehen. Dieser vorgezogene Aprilscherz könne seitens der Stadt nicht ernst genommen werden.
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