SPD will Chefsessel im Rathaus zurückerobern

POLITIK/ In Matti Müller hat die SPD Stadtbergen ihren Kandidaten für das Bürgermeisteramt gefunden. Der Diedorfer war bereits von 2008 bis 2014 Erster Bürgermeister der Stadt Oettingen.

Ingrid Strohmayr

Die Spekulation hat ein Ende, mit welchem Kandidaten die SPD Stadtbergen 2017 in den Bürgermeisterwahlkampf gehen wird. Bei einem Pressegespräch stellte Roland Mair, Vorsitzender der SPD-Fraktion den kommunalpolitisch erfahrenen Juristen Matti Müller (49 Jahre) als Kandidaten der SPD vor. Nach den Worten von Roland Mair wurde gemeinsam ein Kandidatenprofil entwickelt, in dem der Diedorfer Matti Müller als der beste Kandidat für das Amt des Ersten Bürgermeisters hervorging. Im Vorfeld kam von Landtagsabgeordneten Herbert Woerlein, 2011 Gegenkandidat von Stadtbergens Erstem Bürgermeister Paulus Metz, eine Absage. Er entschied sich, wie berichtet, für die Bundestagskandidatur.
„Matti Müller ist als Jurist in der Landtagsfraktion und ehemaliger Bürgermeister der Stadt Oettingen (Donau-Ries) am besten für unsere Stadt geeignet. Er besitzt Fachkenntnis und kann mit seinen praktischen Erfahrungen die Geschicke einer Kommune zielgerecht steuern“, betont Roland Mair.
Der gebürtige Augsburger Matti Müller, aufgewachsen in Aystetten, wohnt mit seiner Ehefrau Melita und den beiden Kindern Elina (14) und Carl-Eric (19) in Diedorf. Nach dem Abitur im Justus-von-Liebig-Gymnasium in Neusäß studierte er Rechtswissenschaften an der juristischen Fakultät der Universität Augsburg. 1996 war er Personalreferent bei der Arbeiter-Wohlfahrt des Bezirksverbandes Schwaben und arbeitete dann bis 2008 als selbständiger Rechtsanwalt in Augsburg, bis er zum Ersten Bürgermeister der 5000 Einwohner zählenden Stadt Oettingen gewählt wurde. Seit seiner verpassten Wiederwahl 2014 ist er bei der SPD-Landtagsfraktion als Justiziar und parlamentarischer Berater für Kommunales, Innere Sicherheit und Sport tätig. Müller, seit 1986 Mitglied in der SPD, trat bereits 2002 in Diedorf und 2008 in Meitingen an, um Bürgermeister zu werden In Oettingen gelang ihm dies schließlich 2008. „Zuhören können, kommunikativ sein, Lösungen finden zählen zu meinen Stärken, das habe ich als Rechtsanwalt gelernt und als Bürgermeister umgesetzt“, sagt Müller. Aber auch zu seinen Schwächen bekennt sich der SPD-Bürgermeisterkandidat und gibt zu, öfters zu fordernd zu sein. „Ich verlange manchmal einfach zu viel von meinem Umfeld ab!“
Als Privatmann liebt Matti Müller die gute Küche und spielt gerne Trompete. Er leitete die Blasmusikkapelle Aystetten, ist dort Ehrenmitglied. Bis 2002 wirkte er als stellvertretender Bezirksdirigent im Bezirk 15 des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes.
Die offizielle Nominierungsversammlung soll, so der Stadtberger SPD-Chef Roland Mair, im ersten Quartal 2017 stattfinden, bereits am Freitag lernten die Stadtberger Genossen bei einer Versammlung ihren Kandidaten persönlich kennen. Wie Mair betont, stellt sich die SPD auf einen langen Wahlkampf bereits heute ein. In den kommenden Monaten wird Matti Müller in Stadtteil-Gesprächen unter dem Motto "Wo drückt der Schuh?" die Stadtberger Bürger kennenlernen. Ein Wahlprogramm soll sich sodann aus diesen Gesprächen entwickeln. Der Fraktionsvorsitzende unterstreicht, dass die SPD jetzt einen im Landkreis gut vernetzten Kandidaten hat, der zehn Jahre nach der Stadterhebung mit den Bürgern die Kommune weiterentwickeln wird. Er wird sich die Sorgen anhören, sowie Ideen und Vorschläge für die Entwicklung von Stadtbergen aufnehmen. Wichtig für die SPD ist, dass sich Müller für die Zusammenarbeit aller im Rat vertretenen Kräfte ausspricht“, so Mair. Abschließend zeigt sich Matti Müller kämpferisch: „Ich setze nicht auf Platz, sondern auf Sieg!“
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