Medaille bei Europameisterschaft knapp verpasst

Johannes Maier in Aktion

Bogenschießen: Johannes Maier bei Europameisterschaft der Junioren

Bukarest/Thierhaupten
Mitte Juli traf sich im rumänischen Bukarest die Elite des europäischen Bogen-Nachwuchses zur Junioren-Europameisterschaft. 341 Sportler aus 36 Nationen traten in 12 verschiedenen Klassen und Wettbewerben an, um ihre Meister zu ermitteln - darunter auch 4 Teilnehmer an den Olympischen Spielen in Rio. Der junge Thierhauptener Bogenschütze Johannes Maier vom Schützenverein Edelweiß Thierhaupten konnte sich Mitte Juni in der nationalen Ausscheidung für das 13-köpfige Team des Deutschen Schützenbundes qualifizieren und trat in der Juniorenklasse gegen 66 Kontrahenten in der rumänischen Hauptstadt an die Schießlinie.

Den Einzelwettbewerb begann Johannes Maier in der Qualifikationsrunde noch etwas verhalten mit 639 Ringen, was Rang 19 bedeutete. Nachdem er für das 1/48-Finale ein Freilos erhalten hatte, traf Johannes Maier im 1/24-Finale auf den 46. der Qualifikation, Max Lang aus Österreich, den er souverän mit 6:0 Punkten auf die Heimreise schickte. Am darauf folgenden Tag galt es nun, das 1/16-Finale gegen den Ukrainer Maksym Popovych zu überstehen, wobei wechselnde Winde den Schützen teilweise sehr zu schaffen machten. Mit 4:6 verlor Johannes Maier etwas unglücklich: „Ich habe das Match gegen den Ukrainer noch gut begonnen, dann im Wind zweimal falsch taktiert, und am Ende hat es eben knapp nicht mehr gereicht“, erklärte er etwas zerknirscht nach seinem Ausscheiden. Am Ende wird er im Gesamtklassement auf Rang 17 geführt.

Der Mannschafts-Wettbewerb verlief dagegen sehr vielversprechend. Nach klaren Siegen gegen die Teams aus Irland und Italien musste das deutsche Junioren-Team mit Johannes Maier, Carlo Schmitz (Duisburg) und Konrad Komischke (Jena) im Halbfinale gegen die starken Franzosen antreten. Trotz beherztem Kampf verloren die deutschen Jungs mit 3:5 Punkten und zogen so leider nur in das „Kleine Finale“ um Bronze ein. Dort wartete mit der Mannschaft aus Russland ebenfalls ein Hochkaräter, der im zweiten Halbfinale den Niederländern unterlegen war. Seit Kurzem werden die Medaillen-Finals der Internationalen Bogen-Wettbewerbe mit einigem technischen Aufwand live im Internet übertragen, was die nervliche Anspannung bei den Sportlern nochmal enorm steigert. Dies war auch bei den deutschen Jungs klar erkennbar, sie fanden trotzdem gut in ihr Bronze-Match und führten nach 2 Sätzen bereits mit 4:0 gegen die Russen. Kleinere Unzulänglichkeiten bei der deutschen Mannschaft nutzten die Russen dann aber in den beiden weiteren Sätzen schamlos aus, um zu einem 4:4 auszugleichen. Ein Stechen musste nun über den Sieg entscheiden – hierbei schießt jeder Schütze einer Mannschaft einen einzelnen Pfeil auf 70 Meter auf ein Ziel, das ungefähr die Größe eines Bierdeckels hat. Mit 26:28 Ringen unterlag dabei das deutsche Team etwas unglücklich aber dennoch stolz auf den 4. Platz bei dieser Europameisterschaft.
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