Halbzeitanalyse mit Bürgermeister Werner Baum

Treuchtlingens Erster Bürgermeister Werner Baum verspürt auch nach neun Jahren im Amt keinen Drang, die Klinke zum Rathaus einem Nachfolger zu übergeben. (Foto: Heinz Bosch)

Rund die Hälfte der aktuell laufenden Amtsperiode, 2014 bis 2020, ist rum. Zeit für Bürgermeister Werner Baum ein Fazit der vergangenen drei Jahre zu ziehen. „Wir sind im Stadtrat die ersten Schritte aus unserer vorherigen Amtsperiode konsequent weitergegangen – trotz mancher Kontroversen. Inzwischen zeichnen sich gute Lösungen für eine moderne, attraktive und zukunftsfähige Stadt zum Wohle der Bürger ab,“ so Baum. Ein besonderer Dank für die gute Zusammenarbeit sprach der Bürgermeister dem Gewerbeverein Treuchtlingen, allen Mitarbeitern in den Ämtern sowie dem Stadtrat aus.

Bürgermeister Baum sieht Treuchtlingen bildungstechnisch gut aufgestellt, erläuterte aber auch, dass die Stadt große Anstrengungen unternehme, damit das so bliebe oder sogar noch besser werde. So soll der Ausbau der Gesamtschule für die 1300 Schüler 2021 abgeschlossen werden. Angefangen hatte der schulische Sanierungsmarathon bereits 2010 mit der Renovierung der Treuchtlinger Grundschule. „Erfreulich sei die Zahl der steigenden Kinder“, so Baum, dafür werden jedoch weitere Kitaplätze benötigt. Bis 2018 entstehen hier 40 weitere Plätze.
Für den Wirtschaftsstandort Treuchtlingen zeigt die Kurve nach oben. So errichtet die Firma Altmühltaler Mineralbrunnen GmbH auf dem Gewerbegebiet der Heusteige ein großes Logistikzentrum. Investiert werden rund 40 Millionen Euro. Auch Treuchtlingens größtes Unternehmen, die Alfmeier Präzision SE, baut ihr Investment in Treuchtlingen aus und errichtet für rund vier Millionen Euro ein neues Verwaltungsgebäude.

Ein Wermutstropfen ist die Entwicklung im Einzelhandel, so zieht der Online-Handel mittlerweile 19 Prozent Kaufkraft ab. Im Vergleich zu anderen Städten ein geringer Prozentsatz, dennoch müssen die Stadt und der Handel darauf reagieren und gemeinsam neue Lösungen finden.

Erfreulicher ist die Entwicklung im Tourismus: 2016 wurden 120 000 Übernachtungen gezählt und damit 24,5 Prozent mehr als im Vorjahr.
Auch die Digitalisierung und der Netzausbau schreiten voran.

Weitere positive Nachrichten gibt es in den Bereichen Infrastruktur und Verkehr. Die Deutsche Bahn hält ab dem Wechsel auf den Winterfahrplan künftig elfmal täglich in Treuchtlingen, statt wie bisher neunmal. Auch der Planungsprozess für die Ortsumgehung Dietfurt hat mit der Erarbeitung von ersten Trassenvarianten begonnen.
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