Ustersbach bleibt Mitglied bei ReAL West

Auf ihrer vergangenen Sitzung in Ustersbach äußerten die Gemeinderäte erhebliche Bedenken gegen die weitere Versiegelung hochwassergefährdeter Flächen an der Zusam und der kleinen Roth, welche in der Nachbargemeinde Dinkelscherben im Zuge der Neuaufstellung des Flächennutzungsplans angedacht sind.

So läge beispielsweise die Fläche des geplanten Bauhofs an der Ustersbacher Straße im Falle eines Rückstaus durch den Damm bei Siefenwang im Überschwemmungsgebiet der Zusam. Auch ist aus früheren Sitzungen bekannt, dass einige Privateigentümer um den Wert ihrer Grundstücke fürchten. Die Gemeinde Ustersbach und der Marktrat wurden noch vor der öffentlichen Auslegung, unter vorgezogener Beteiligung der Träger öffentlicher Belange, informiert. Bei der öffentlichen Auslegung solle dann nochmals eine weitere Beteiligung der Gemeinde Ustersbach erfolgen, erklärte Bürgermeister Dr. Max Stumböck.

Als nächstes beschlossen die Räte einstimmig, sich auch in der kommenden Leader-Förderperiode von 2014 bis 2020 beim Regionalentwicklung Augsburger Land West e.V. (ReAL West e.V.) zu beteiligen. Bürgermeister Dr. Max Stumböck, auch Geschäftsführer bei ReAL West, befürwortete eine weitere Beteiligung. Durch dieses über EU-Mittel geförderte Programm seien in den vergangenen Jahren viele Projekte bewilligt worden, die zur positiven Entwicklung des ländlichen Raumes beitragen. Für die Region benannte er beispielsweise den Ausbau des Naturfreibads Fischach, das Radwegenetz Nordschwaben oder das Gastronomie- und Unterkunftsverzeichnis. In diesem Jahr habe Ustersbach bei 1124 Einwohnern und einem Mitgliedsbeitrag von 1,80 Euro pro Einwohner einen Mitgliedsbeitrag von 2.023,20 Euro entrichtet.

Schulverband: Gemeinderat Bernhard Schmid (CSU/FW) wurde als weiteres Mitglied in den Schulverband zwischen Ustersbach und Dinkelscherben bestellt. Zum Stichtag am 1. Oktober zählte der Verband 75 Kinder, davon 22 aus der Nachbargemeinde Dinkelscherben. Laut Gesetz des Freistaates steht der Gemeinde, aus der zwischen 50 und 100 Schüler kommen, ein weiterer Vertreter zu.

Radweg: Es gäbe immer noch keine Aussicht auf die Verwirklichung des Radweges zwischen Mödishofen und Häder. Dies bemängelte Gemeinderat Anton Zott (CSU/FW). Bürgermeister Stumböck wolle deshalb bei der Gemeindeverwaltung in Dinkelscherben um Stellungnahme beten, ob sich denn die Aussichten auf den notwendigen Grunderwerb verbessert haben. Die Gemeinde Ustersbach habe über den Grunderwerb auf eigener Flur bereits vor circa zehn Jahren Vorverträge abgeschlossen, erklärte Bürgermeister Stumböck.
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