Engagierte Gemeinschaft

Stellvertretend für das gesamte ehrenamtliche Engagement in der Gemeinde Villenbach ehrte Bürgermeister Werner Filbirch (von links) Lydia Edin und die Elternbeiratsvorsitzende des Kindergartens, Sonja Schneider. Rechts im Bild: zweiter Bürgermeister Reinhard Langenmair. Dahinter (von links) das Trompetentrio mit Benedikt Edin, Maximilian und Christian Thoma. Foto: Ohnheiser

Der Neujahrsempfang der Gemeinde Villenbach im Gasthaus Tölk hatte für Bürgermeister Werner Filbrich ein zentrales Thema. Er solle das Ehrenamt würdigen und die Kommunikation innerhalb der Kommune fördern, betonte er. „Miteinander reden und sich besser Kennenlernen“, lautete dann auch das Credo des Gemeindeoberhaupts. Für die musikalische Umrahmung sorgte das Trompetentrio aus Riedsend, Benedikt Edin, Maximilian und Christian Thoma

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Zu der Veranstaltung hatte Filbrich die Neubürger und alle Jugendliche, die im letzten Jahr volljährig wurden, eingeladen. Zu Gast waren darüber hinaus diesmal stellvertretend für das gesamte ehrenamtliche Engagement in der Gemeinde der Elternbeirat des Kindergartens „Haus der kleinen Füße“ und der „Helferkreis Asyl“ sowie die Asylbewerber selbst.
Der Rathauschef hob bei beiden Institutionen das große Engagement hervor. Beim neuen Kindergarten würden die Kinder in ihrer sozialen, kog¬ni¬tiven, emo-tionalen und kör¬per¬lichen Entwick¬lung gefördert. Das Gebäude selbst bezeichnete er als „Schmuckstück“.
Der „Helferkreis Asyl“ betreue derzeit 15 junge Männer aus dem Senegal und Somalia, informierte Filbrich. „Ob noch mehr dazu kommen, wissen wir nicht“, ergänzte er. „Sicherlich sind die Aufnahmekapazitäten in unserem Land begrenzt. Aber das entscheiden wir nicht hier in Villenbach.“ Sein Appell an die Bürger: „Wir können den Flüchtlingen nur für diese Zeit hier bei uns eine Art Heimat geben, sie als Menschen behandeln und helfen, wo es möglich ist.“ Der Unterstützerkreis organisiere vorbildlich unter anderem Möbel- und Kleidersammlungen, Sprachkurse, Behördengänge und Arztbesuche, um das Leben der neuen Mitbürger aus dem schwarzen Kontinent zu erleichtern, resümierte das Gemeindeoberhaupt.

Große Agenda 2016

Filbrich richtete auch den Fokus nach vorne. So stehe unter anderem auf der Agenda für 2016 der Breitbandausbau in allen Ortsteilen, die Renaturierung des Mollenbachs, die Dorferneuerungen in Villenbach und Hausen, die Planung eines Gewerbegebiets mit der Nachbargemeinde Zusamaltheim, der Neubau des Feuerwehrhauses in Villenbach und der Ausbau der Kreisstraße zwischen Wengen und Riedsend mit Radweg. Zudem stünden hohe Investitionskosten beim Wasserversorgungsverband „Eichberggruppe“ an, wo die Bohrung eines neuen Brunnens in Wengen sowie der Ortnetzausbau in Hegnenbach weit über eine Million Euro verschlingen werden.

„Es kommt sehr viel zurück“

Der danach vermittelte Einblick von Kerstin Jungblut in den Tagesablauf des Kindergartens „Haus der kleinen Füße“ beeindruckte viele Gäste. „Durch Mittagessenangebot und Nachmittagsbetreuung hat sich unser Kindergarten den modernen Bedürfnissen angepasst“, so die Kita-Leiterin.
Abschließend stellte Lydia Edin den „Helferkreis Asyl“ vor. Sie betonte, „dass sowohl die Flüchtlinge als auch wir noch viel lernen müssen“. Von der gegebenen Hilfe käme aber sehr viel zurück, bilanzierte die Gemeinderätin. (ohn/spr)
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