Villenbach sucht Asylbewerber-Paten

Das Projekt "Asylpatenschaft" ist in Villenbach weiterhin Thema. Es baut auf freiwilligem, ehrenamtlichem Engagement auf und hilft den Asylbewerbern den Einstieg in das Leben vor Ort zu erleichtern. Foto:

Unterstützerkreis in Villenbach braucht Hilfe. Die umfassende Dorferneuerung stößt beim Amt für Ländliche Entwicklung an Grenzen.

Umfassende Dorferneuerungen in den Orten Villenbach und Hausen seien personaltechnisch durch das Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben nicht möglich. Das teilte Bürgermeister Werner Filbrich mit. In einem Gespräch zwischen dem Gemeindeoberhaupt und Bauoberrat Max Lang vom Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben schlug Letzterer deshalb vor, in Hausen eine einfache Dorferneuerung in Betracht zu ziehen. In diesem Falle könne ein Planer von der Gemeinde beauftragt werden, so Filbrich in seinem Sachstandsbericht. Das Amt für Ländliche Entwicklung prüfe anschließend die Planung und die Gemeinde erhalte einen Zuschuss. Zwischen der einfachen und der umfassenden Dorferneuerung gebe es keine Förderunterschiede. Des Weiteren werde keine Teilnehmergemeinschaft benötigt.

In der Dorferneuerung Hausen ist vorgesehen, dass der derzeitige Dorfplatz auf das Grundstück der alten Gaststätte von Elsa Heichele verlegt werden soll. Allerdings steht dieses Gebäude bisher noch nicht zum Verkauf. Bürgermeister Werner Filbrich wurde vom Gemeinderat beauftragt, die Förderung abzuklären.

Wegebau und Bachpflege


Filbrich erläuterte auch sein Gespräch mit den Jagdvorständen der Ortsteile Villenbach, Riedsend und Wengen. Darin wurde vereinbart, dass die Jagdgenossenschaften zwei Euro pro Hektar der jeweiligen Gemarkungen an die Gemeinde Villenbach für den Unterhalt des Wegebaus und der Bachpflege zahlen.

Neben den Einnahmen der Jagdgenossenschaften werden 1550 Euro der Grundsteuer A für den Wegebau sowie die Bachpflege verwendet. Zudem stellt die Gemeinde 10.000 Euro im Haushalt für den Unterhalt bereit. Im Jahr 2015 werden 20.000 Euro angesetzt.

Weiter wurde eine Reihe von Aufgaben festgelegt. So müssen Grundstücksbesitzer oder Pächter unter anderem eigenverantwortlich selbst verursachte Schäden herrichten und die Abstände zwischen den Feldwegen und den Bächen wieder einhalten.

Der Bürgermeister gab auch bekannt, dass aufgrund der Sanierung der Kirchenmauer die Informationskästen der Kirche in Villenbach und der Gemeinde entfernt werden müssen. Im Zuge dieser Aktion wird ebenfalls der Schaukasten in Hausen erneuert. Der neue alu-silberfarbig eloxierte Kasten in Villenbach kostet rund 800 Euro, der in Hausen 550 Euro. Der Kauf wurde mit einer Gegenstimme vom Gemeinderat beschlossen.

Immer wieder neue Aufgaben


Gemeinderätin Lydia Edin berichtete, dass bis jetzt 15 junge Männer in der Gemeinde als Asylbewerber Unterkunft gefunden haben. Sie sind vor Krieg, Verfolgung, Krankheit und Hunger aus ihrer Heimat geflohen. Die Flüchtlinge seien mittlerweile mit dem Bus oder mit Fahrrädern mobil. Allerdings entstünden immer wieder neue Aufgaben und Herausforderungen.

Sie forderte daher eine Erweiterung des Unterstützerkreises für Asylbewerber. Dazu könnten nach Auffassung von Edin unter anderem die Vorstellung der Flüchtlinge sowie eine weitere Informationsveranstaltung beitragen.

Sie schlug auch die Suche nach Paten für Asylbewerber vor. Ziel dieser Patenschaften ist, den Asylbewerbern den Einstieg in das Leben in Deutschland zu erleichtern sowie die Hürden und Schwierigkeiten des Alltags zu beseitigen.
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