Zahlreiche Diskussionspunkte bei Bürgerversammlung: Rischgau braucht unter anderem mehr Bauplätze

„Rischgau ist spitze! Zumindest beim schnellen Internet, da die Glasfaserleitungen nur in Rischgau bis in die Wohngebäude installiert wurden und dadurch mit hundert Megabit die optimalste Versorgung im gesamten Gemeindegebiet möglich ist“. Dies war eine der vielen Botschaften von Bürgermeister Werner Filbrich bei der diesjährigen Bürgerversammlung im kleinsten Ortsteil der Gemeinde Villenbach. Fast ein Drittel der 131 Rischgauer Einwohner folgten im Bürgerhaus den Informationen des Gemeindeoberhaupts.


Wohlwollend wurde nach dem umfangreichen Zahlenwerk über die Finanzlage der Gemeinde auch die Nachricht vom Bau eines Geh- und Radweges nach Villenbach zur Kenntnis genommen, der durch ein Sonderfinanzierungprogramm noch in diesem Jahr mit der erforderlichen Planung auf den Weg gebracht werden könnte. In die Maßnahme integriert ist auch der Neubau der sanierungsbedürftigen Zusambrücke. Nach Aussage von Bürgermeister Filbrich stellt dieser nach Abzug der Fördersumme die kostengünstigere Variante gegenüber einer Sanierung dar. In diesem Zusammenhang regte Christian Miller den Ausbau der gesamten Ortsverbindungsstraße nach Villenbach an, da sich diese ebenfalls in einem sehr schlechten Zustand befinde.

Ortsverbindungsstraße soll verbessert werden

Sorgen bereitete der Gemeinde auch die marode Ortsverbindungsstraße Rischgau-Sontheim, die teilweise durch Starkregenereignisse unterspült wurde. Da diese Schäden nun behoben seien, soll nun eine starke Deckschicht aufgetragen werden, um die erhoffte Stabilität zu erreichen, so Filbrich.

Bereits vor der Bürgerversammlung trafen sich die Gemeindevertreter mit den Bürgern zu einem Dorfrundgang, wo die einzelnen Anliegen an Ort und Stelle besprochen werden konnten. Hier zeigte sich als größtes Problem die Überflutungsgefahr durch die Hanglage im Osten, wo bei Starkregen die Anwesen in der St.-Leonhard-Straße stark gefährdet sind.

Rischgau braucht dringend Bauplätze

Bei der darauffolgenden Diskussion im Bürgerhaus wurden schließlich mehrere Wünsche an die Gemeindevertreter heran getragen. So forderte Werner Lutz sehr emotional die Ausweisung eines Baugebietes in Rischgau mit der Feststellung: „Unsere Jugend hat keine Möglichkeit im Ort zu bauen und zieht weg. Auch Zuwachs von auswärts ist nötig, um unser Dorfleben aufrecht zu erhalten“. In dieser Meinung wurde er unisono von allen Anwesenden bestärkt.

Ein Kinderspielplatz in Planung?

Den Wunsch nach einem Kinderspielplatz äußerte danach Christan Miller, der unmittelbar am neuen Bürgerhaus entstehen könnte. Bürgermeister Filbrich empfahl, einen entsprechenden Antrag mit einer Kostenschätzung an die Gemeinde zu richten.

Rasen an den Ortseingängen

Emotional wurde anschließend die Diskussion, die ebenfalls Christian Miller anstieß, um das zu schnelle Fahren an den Ortseingängen. Dabei gingen letztlich die Meinungen auseinander, inwiefern 30-Kilometer-Beschränkungen oder geschwindigkeitsreduzierende Baumaßnahmen Abhilfe schaffen könnten. Hierbei soll laut Filbrich nach Lösungen gesucht werden.

Abschließend wies Kaspar Rupprecht noch auf das Problem mit dem Eichenprozessionsspinner hin, der laut seiner Aussage inzwischen sämtliche Eichen in Rischgau befallen habe. Auch hierbei, so Filbrich, werden durch die Gemeinde weitere Bekämpfungsmaßnahen erfolgen.
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