Vier Prozent Dividende bestätigt

  Weißenburg in Bayern: Karmeliterkirche |


Schon zwei Bankgeschäftstage nach der 25. Vertreterversammlung am 27. Juni in der Karmeliterkirche konnten sich die Mitglieder der Raiffeisenbank Weißenburg-Gunzenhausen eG über eine Dividende in Höhe von vier Prozent auf ihren Konten freuen. Im Rahmen der Vertreterversammlung wurden die anwesenden Vertreter über die aktuelle Geschäftsentwicklung informiert sowie der neue Aufsichtsrat einstimmig gewählt.

Mit einem Plus von 7,6 Prozent liegt die Bilanzsumme deutlich über dem bayernweiten Durchschnitt von 5,2 Prozent - eine Entwicklung, die sich auch im Betreuten Kundenvolumen wiederspiegelt: Mit einem Plus von 6,2 Prozent gegenüber 5,1 Prozent in Bayern - und das alles trotz anhaltender Nullzinsphase und zunehmender politischer Unsicherheit. Durchaus zufrieden präsentierte Vorstandsvorsitzender Wilfried Wiedemann die Jahresabschlusszahlen, wies aber auch auf die bestehenden Problematiken hin: "Das Geschäftsprinzip ist massiv gefährdet. Niedrigzinsen, digitale Revolution und strengere Vorgaben der Aufseher drücken auf die Profitabilität." Einen Zinssatz von 0,4 Prozent, den die Europäische Zentralbank seit März 2016 für Einlagen der Bank erhebt, habe es in den vergangenen 5000 Jahren nicht gegeben. "Selbst die alten Griechen und Römer hätten bereits Zinsen gekannt, wären aber nie auf die Idee gekommen, negative Zinsen zu erheben", zitierte Wiedemann den Chefsvolkswirt der Bank von England. Darüberhinaus kritisierte er, dass bei der Regulierung große und kleine Banken über einen Kamm geschert werden. Obwohl gerade die Genossenschaftsbanken bislang ganz ohne Staatshilfen durch die Finanzmarktkrise gekommen sind.

Omnikanal-Banking

Es sind aber noch weitere Faktoren, welche die Genossenschaftsbank vor neue Herausforderungen stellt: Vor allem die zunehmende Digitalisierung und die wachsende Konkurrenz sind hier zu nennen. Mit einem übergreifenden Konzept hat sich die Raiba zukunftsfähig aufgestellt. Der Kunde hat die Möglichkeit über viele Kanäle im Kontakt mit seiner Bank zu sein: Online, BankingApp, telefonischer Kunden-Service-Center, an SB-Stellen oder persönlich beim Berater in der Filiale.

Was einer nicht schafft, schaffen viele

Auch Robert Westphal, stellvertretender Landrat, gratulierte mit den Worten: "Eine kerngesunde Bank mit vielen Rekorden!" Gleichzeitig gab er aber auch zu bedenken, dass dies nur funktioniert, wenn alle - Mitarbeiter, Kunden und Mitglieder - an einem Strang ziehen. Immerhin 249 Angestellte, 51 666 Kunden und 27 472 Mitglieder. Leider gehört auch immer wieder eine Filialschließung dazu, um eine vernünftige Kostenstruktur zu gewährleisten.

Hausherrin und Bürgermeisterin Maria Schneller schloss sich sowohl den Glück- als auch den guten Wünschen an, dankte aber auch gleichzeitig für das große soziale und ehrenamtliche Engagement, welches die Raiffeisenbank dem Landkreis zugute kommen lässt. Der Landkreis profitiert auch 2016 von den durch die Bank gezahlten Steuern: 1,9 Millionen Euro Gewerbe- und Grundsteuer und 2,4 Millionen Euro Körperschaftssteuer und Solidaritätszuschlag.

Lassen Sie Ihr Geld für sich arbeiten!

Während der Auszählung der 146 Wahlzettel gab Dr. Markus Raab von der DZ Bank AG noch einen kurzen Ausblick auf das Geschäftsklima und die Weltwirtschaft. Gleichzeitig riet er, eine individuelle und mehrgleisige Vermögensstruktur aufzubauen. Eine davon könnte mit Sicherheit im Bereich des Aktienmarktes liegen: Von 30 DAX-Unternehmen konnten in 2016 allein 20! einen Rekordgewinn verzeichnen - in 2017 rechne er damit, dass sich diese Zahl noch auf 25 erhöhen wird. Weitere Informationen - natürlich bei Ihrer Raiffeisenbank. (jf)
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