Weißenburg hat jetzt die modernste Kläranlage in Bayern

Ministerialrat Erich Englmann (5. v.l.) und OB Jürgen Schröppel (7. v.l.) freuten sich mit allen am Pilotprojekt beteiligten Personen und Betrieben über die Inbetriebnahme. Weitere Impressionen online. Fotos: Heinz Bosch
Weißenburg in Bayern: Zentralkläranlage Weißenburg |


Zwölf Monate nach dem Spatenstich wurde am vergangenen Freitag das Pilotprojekt der modernsten Kläranlage mit der vierten Reinigungsstufe offiziell in Betrieb genommen.

Was bedeutet vierte Reinigungsstufe?

Nur 95 Prozent der organischen Stoffe werden normalerweise aus dem Abwasser gefiltert. Dank der vierten Reinigungsstufe, können nun auch die restlichen fünf Prozent gereinigt werden. Fünf Prozent, welche vor allem aus Pflanzenschutzmitteln, Arzneimitteln und auch Pflegemitteln bestehen. Mit einem neuartigen Ozonverfahren wird nun auch diesen Stoffen fast komplett der Garaus gemacht.

Fast im Plan

2,8 Millionen waren ursprünglich für das Projekt vorgesehen, mit drei Millionen konnte die geplante Summe fast eingehalten werden. 75 Prozent werden dabei vom Freistaat Bayern getragen, die übrigen 25 Prozent übernimmt die Stadt Weißenburg.

Entstehung

2013 hatte sich Weißenburg als eine von sechs Städten für das Projekt beworben und den Zuschlag erhalten. Nachdem sich das Gremium für die Stadt entschieden hatte, wurde es vom Stadtrat mit großer Mehrheit beschlossen und im November 2015 ging die Planung in den Auftrag. Nach zwölfmonatiger Bauzeit konnte, ebenso wie beim Budget, der Zeitplan von allen Firmen eingehalten werden. OB Schröppel bedankte sich ausdrücklich beim Umweltministerium für die Vergabe des Pilotprojekts nach Weißenburg. Ministerialrat Erich Englmann lobte besonders die gute Zusammenarbeit mit Oberbürgermeister und Stadträten, welche sofort dem Pilotprojekt zugestimmt hatten.

Das Projekt wird auch in Zukunft wissenschaftlich begleitet und so werden viele Wasserfachleute national und international das Pilotprojekt noch besichtigen.

(hb)
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