Das Haus in Montevideo


Der untadelige Professor Traugott Hermann Nägler lebt mit seiner Frau Marianne und seinen zwölf Kindern in einer spießbürgerlichen Kleinstadtidylle. Als die älteste Tochter Atlanta von Näglers verstorbener Schwester ein Haus in Montevideo erbt, ist der moralisch integre Professor zunächst gar nicht erbaut - war seine Schwester doch das schwarze Schaf der Familie. Sie war schwanger geworden, ohne verheiratet zu sein.

In Montevideo geraten die Moralvorstellungen der Näglers ins Wanken, als sie vermuten, was für ein Etablissement sich in dem Haus der Toten verbergen möge. Tatsächlich ist es aber kein Bordell, sondern eine Art Musikinternat. Die Verstorbene war eine begnadete und auch geschäftlich erfolgreiche Sängerin.

Allerdings ist mit der Erbschaft auch ein Betrag von 750 000 Dollar verbunden, der den Professor mit dem Lebenswandel seiner Schwester versöhnt. Doch an die Erbschaft ist eine Bedingung gebunden: In Näglers Familie muss sich innerhalb einer bestimmten Frist die gleiche moralische Entgleisung ereignen, für die er einst über seine Schwester den Stab gebrochen hatte. Professor Nägler will seine Tochter dazu bringen, ihren Liebsten nicht zu heiraten und trotzdem schwanger zu werden, um die Bedingung des Testaments erfüllt zu sehen. Natürlich stößt dieser Plan auf völliges Unverständnis.

Die Vorstellung ist am am Sonntag, 4., und Samstag, 10. Juni, um 20 Uhr im Klostergarten zu sehen (bei Schlechtwetter: Im Kulturzentrum Karmeliterkirche). (pm)
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.