Den Wohnbereich vor Hitze schützen

Augsburg – Sobald es draußen heißer wird, laden sich Wohnung und Haus rasch mit Hitze auf. Die wichtigsten Hitzeschutz-Tipps für den Sommer.

Die durch den Klimawandel bedingte Erderwärmung macht sich mittlerweile auch in Augsburg bemerkbar. So vertrocknete unter Einfluss von Dauerhitze beispielsweise im Sommer 2015 ein Gros der Boulevard-Bäume in der Bürgermeister-Fischer-Straße.

Es ist damit zu rechnen, dass es auch künftig längere und intensivere Hitzeperioden geben wird, was sich zugleich immer problematischer auf die Raumtemperaturen in Wohnbereichen auswirkt.

Davon betroffen sind insbesondere Gebäude in Städten, wo die Wärme schon durch die engere Bebauung weniger schnell entweichen kann als auf dem Land. Verschärft wird eine Hitzeproblematik im Wohnraum darüber hinaus durch schlecht gedämmte Wände und Fenster. Das Raumklima lässt sich jedoch deutlich optimieren – und das mit recht wenig Aufwand.

Wärmeeinträge vermeiden – mit Rollladen, Rollos, Plissees oder Folien

Ein Wohnraum, in den Sommerhitze gar nicht erst hereinkommt, ist am besten geschützt. Was aber tun, wenn die Wanddämmung nicht die Beste ist? Die Wände im Nachgang aufzureißen und das Dämmmaterial auszutauschen ist nicht unbedingt für jeden finanzierbar und in Mietwohnungen in Eigenregie auch gar nicht erlaubt.
Ob gut gedämmte Wände oder nicht – es lohnt sich in jedem Fall, zusätzlich die Fenster zu isolieren, da sie ebenso ein wesentliches Schlupfloch für Wärmedurchgänge sind. Gute Hitzeblocker sind zum Beispiel Außenrollladen. Sind sie bei einem Wohnobjekt nicht vorhanden, gibt es auch die Option, die Fenster mit innenliegenden Rollos oder Plissees zu dämmen.

Der Sonnenschutz sollte aber konkret wärmeabweisend sein, sonst klettert die Innentemperatur trotzdem schnell nach oben. Hitzereflektierende Rollos haben dafür speziell beschichtete Rückseiten. Eine weitere Alternative sind Wabenplissees mit Luftzellen für die innere Fensterdämmung. Isolationsfolien wiederum sind zwar nicht besonders dekorativ, aber in Sachen Hitzeschutz ebenfalls äußerst effizient, wenn sie möglichst von außen an das Fenster angebracht werden.

Nur in kühleren Stunden für Luftzufuhr sorgen!


Frische Luft ist ebenfalls unabdingbar, um den Innenraum möglichst kühl zu halten. Und so unternehmen viele schon während des Tages Lüftungsversuche, in der Hoffnung, dass die Wärme abzieht. Wie der Focus berichtet, ist aber bei brütender Hitze von geöffneten Fenstern abzuraten, weil die Wärme dann keineswegs nach außen, sondern umgekehrt direkt in den Innenbereich zieht.

Daher ist darauf zu achten, dass es draußen auch tatsächlich kühler ist. Moderatere Außentemperaturen sind in der Regel nach Sonnenuntergang gegeben. Gelüftet werden sollte stets mit mehreren offenen Fenstern, da die Wärme durch den starken Luftzug bestmöglich hinausgeweht wird.
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