Entspannt durch den Winter

Mit Naturheilkunde Stress abbauen und mit Verhaltens-Tipps vorbeugen

Nach Aussage der Techniker Krankenkasse fühlen sich 6 von 10 Menschen in Deutschland dauerhaft gestresst. Hohe berufliche Anforderungen, private Konflikte und Sorgen, Mehrfachbelastungen, Streit mit Kollegen und Zeitdruck sind u.a. für den Stress verantwortlich. So schön die Welt der Computer und Smart Phones in mancher Hinsicht sein mag, trägt sie doch zusätzlich zu einem erhöhten Stresslevel bei: Kontakte, die wir über die sozialen Netzwerke wie z.B. facebook oder What´s App-Gruppen haben, werden ständig im Auge behalten und es wird eine zeitnahe Antwort erwartet, ja gefordert. Das kostet wiederum Zeit - Zeit, die uns dann fehlt.

Wie können wir in all dem, was wir tun müssen und wollen, wieder zu mehr Ruhe und Entspannung finden?

Es ist hilfreich zu überlegen, wann man sich besonders gestresst fühlt. Ist es morgens, wenn die ganze Familie aufsteht, das Frühstück bereitet werden muss, die Pausenbrote geschmiert, die kleinen Kinder angezogen werden müssen und man selbst im Büro pünktlich, gepflegt und gut gelaunt erscheinen soll? Kommt dann noch eine Umleitung auf dem Weg zur Arbeit und ein unfreundlicher Kunde bei Arbeitsbeginn dazu, fängt der Stress bereits an, sich auch körperlich aus zu wirken. Muskuläre Verspannungen im Schulter-Nacken-Bereich, Spannungskopfschmerzen, Magendruck, Reizdarm, Infektanfälligkeit, nervöse Herz-Kreislauf-Beschwerden, Schlafstörungen – die Liste ließe sich noch um viele weitere Symptome, ausgelöst durch Stress, fortsetzen.
Die Naturheilkunde setzt bei der Behandlung solcher Erkrankungen, übrigens sind Kinder inzwischen genauso betroffen, auf Ganzheitlichkeit. Nicht nur der Magendruck oder die Kopfschmerzen werden behandelt, sondern der ganze Mensch. Im Falle der Spannungskopfschmerzen kann man zum Beispiel Schüßler-Salze anwenden. Dabei werden für einen Erwachsenen 7-10 Tabletten des Schüßler-Salzes Nr 7 (Magnesium phosphoricum D6) in heißem Wasser aufgelöst und schluckweise heiß getrunken. Diese Zubereitungsform nennt sich „heiße Sieben“ und kann, wenn eine besonders schnelle Wirkung gewünscht ist, mit jedem Schüßler-Salz gemacht werden. Zusätzlich hilfreich ist die Schüßler-Salz-Salbe Nr 7, die auf verspannte Muskulatur aufgetragen wird.
Nervenstärkend ist das Schüßler-Salz Nr 5 (Kalium phosphoricum D6), davon 3 Tabletten am Morgen im Mund zergehen lassen und Nr 7 (Magnesium phosphoricum D6), 3 Tabletten am Abend nacheinander lutschen. Diese Kur können Sie über 4 Wochen einnehmen.
Nervenberuhigende Heilpflanzen lassen uns gelassener umgehen mit Anforderungen. Extrakte aus Baldrian, Passionsblume, Johanniskraut (z.B. in dem Präparat Neurapas balance Filmtabletten) sind bewährt. Auch homöopathische Komplexmittel wie etwa die Neurodoron Lutschtabletten von der Firma Weleda können uns bei nervöser Erschöpfung wieder ins Lot bringen.
Hilfe bietet auch die Bach-Blüten-Therapie mit ihren 38 Blüten-Essenzen. Zum Beispiel hilft die Bach-Blüte Impatiens gegen Ungeduld, Cherry Plum bei dem Gefühl starker innerer Anspannung und Mimulus bei konkreten Ängsten, wie vor Prüfungen oder wichtigen Terminen. Lassen Sie eine Einnahmemischung mit einer oder bis zu sechs Blüten in Ihrer Apotheke mischen und nehmen Sie davon 3-4 x täglich 4 Tropfen in etwas Wasser für die Dauer von ca. 4 Wochen ein.
Angst und Stress sind untrennbar miteinander verbunden. Oft malen wir uns im Kopf Schwierigkeiten aus, die in dieser Dimension gar nicht vorhanden sind. Don Joseph Goewey, Stress-Forscher und langjähriger Leiter der Psychiatrie an der Universität Stanford, USA , sagt: „85 Prozent unserer Sorgen erweisen sich als unbegründet. Von den verbleibenden 15 Prozent echter Probleme lösen wir mehr als 90 Prozent leichter, als wir vorher erwartet haben,“ (Buch-Tipp: „Stress für immer besiegen“, Windpferd Verlag).
Um das Gedankenkarussel zum Stehen zu bringen, können wir kleine tägliche Übungen in den Alltag einbauen. Setzten Sie sich gerade auf einen Stuhl, mit beiden Beinen parallel zu einander, den Füßen auf dem Boden stehend. Schließen Sie die Augen und achten Sie auf Ihren Atem. Bei jedem Ausatmen sagen sie laut oder in Gedanken ein Wort, das Ihnen gut tut, z.B. „Frieden“ oder „Ruhe“ oder „ich lasse los“. Einige Minuten reichen schon, dass sich Ihr System beruhigt und Sie entspannt reagieren können.
Eine gesunde, ausgewogene Ernährung, körperliche Bewegung – auch Spazieren gehen, darf als solche dazu gerechnet werden, ausreichend Schlaf und die Bereinigung von Konflikten, spielen eine wesentliche Rolle, wenn wir uns weniger gestresst fühlen wollen. Aktiv zu erlernende Entspannungsverfahren wie Autogenes Training oder Yoga u.a. sind hilfreich.
Nutzen Sie die dunkle Jahreszeit etwas mehr zur Ruhe zu kommen, pflegen Sie Ihre Hobbys und Ihre Kreativität, Handarbeiten Sie, basteln sie, kochen Sie, pflegen Sie Ihre Freundschaften und tun Sie Dinge in Ihrer Freizeit, die Ihnen wirklich Freude machen!
Eine schöne Vorweihnachtszeit wünscht Ihnen Ihre Heike Klischat.
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