„Goldenes Jahr 2017“

 

Mit dem Neujahrsempfang der Stadt Weißenburg ist der erste gesellschaftliche Höhepunkt im Jahr 2018 auch schon wieder passé. 

Den Auftakt der Veranstaltung machten die Soulbreakers mit dem Lied „Halleluja“. Danach begrüßte Oberbürgermeister Jürgen Schröppel, in seiner traditionellen Neujahrsansprache, die Gäste.Ehrengäste waren in diesem Jahr u. a. die Dorfhelfer, die sich mit großem Fleiß im Dorferneuerungsverfahren in Dettenheim, Oberhochstatt, Haardt und Heuberg engagiert haben sowie die Wahlhelfer der Bundestagswahl aus dem vergangenen September.

Weißenburgs Oberbürgermeister Schröppel lobte die große politische Beteiligungsbereitschaft der Bürger der Stadt, welche angesichts kommender Landtags-, Kommunal-, Europa- sowie einer eventuellen Neuwahl im Bund besonders wichtig ist. Schröppel ermahnte in seiner Rede die Bundestagsparteien ihrer Verantwortung gerecht zu werden und für Deutschland Verantwortung zu übernehmen.

Danach kam er auf Weißenburg zu sprechen und lobte den Einsatz der Bürger in den unterschiedlichen Bereichen des Gemeinwesens. An dieser Stelle gratulierte er nochmals der Denkmalgruppe des Alpenvereins und dem Helferkreis „Weißenburg hilft“ zu den erhaltenen staatlichen Auszeichnungen mit den Worten: „Sie sind Beleg dafür, dass Sie alle gemeinsam Herausragendes geleistet haben, das auch überregional die verdiente Würdigung erfuhr.“


Im Anschluss daran begrüßte Schröppel die zahlreichen Vertreter aus der Politik, Wirtschaft, den Behörden, Medien, den Schulen und Vereinen sowie den Religionsgemeinschaften – aber auch alle anwesenden Bürger und forderte von den Stadtratskollegen im Hinblick auf die Landtagswahl einen fairen Wahlkampf ein.
Zur Strabs sagte Schröppel: „Als Oberbürgermeister habe ich die Pflicht, mich an Recht und Gesetz zu halten und kann daher Vorgaben, die zum Erlass dieser Satzung verpflichten, nicht ignorieren. Wir leben schließlich in einem Rechtsstaat. Wo kämen wir hin, wenn jeder Bürgermeister sich seine eigenen Regeln schaffen würde – der Willkürherrschaft und der Korruption wären Tür und Tor geöffnet. Als Bürger und Politiker sage ich aber genauso klar, dass ich die verpflichtende Straßenausbaubeitragssatzung für einen hanebüchenen Blödsinn halte, mit dem der reiche Freistaat Bayern seine Städte und Gemeinden zwingt, ihren Bürgern in nicht hinnehmbarer Weise in die Taschen zu greifen.“
Im Anschluss verkündete er gleich die für ihn „wichtigste“ Entscheidung des Jahres im Stadtrat. Mit einer fast einstimmigen Entscheidung wurden die Planungen für die neue Sporthalle angenommen.

Die wichtigsten Projekte in Weißenburg

Mit einer Aufzählung der wichtigsten Projekte des vergangenen Jahres sowie aktuelle fuhr Schröppel mit seiner Rede fort. Zu den genannten Projekten zählten die Ortsumfahrung Dettenheim, der Musikbahnhof, der Umbau der Mittelschule, das Römermuseum sowie die innovative Kläranlage.Einen besonderen Schwerpunkt will Schröppel auf die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum legen. Dazu würden verschiedene Projekte angegangen.

Finanziell ein "goldenes Jahr"

Finanziell gesehen war 2017 ein „goldenes Jahr“, so Schröppel: Wir haben 2017 mit 12,8 Mio. Euro die höchsten Gewerbesteuereinnahmen in der Geschichte unserer Stadt zu verzeichnen. Das waren gut vier Millionen Euro mehr Einnahmen als erwartet. Ich gratuliere unseren Gewerbetreibenden zu ihren guten Jahresabschlüssen und danke ihnen für ihren wertvollen Beitrag.“ Damit hat die Stadt Weißenburg einen größeren finanziellen Spielraum für die anstehenden Projekte.

Zum Jahreswechsel beliefen sich die Schulden der Stadt auf 12,5 Millionen Euro und damit nur halb so hoch wie 2014 veranschlagt. Statt der geplanten 8,6 Millionen Euro wurden 2017 lediglich 2,5 Millionen Euro an Darlehen aufgenommen. Dem stehen 90 000 Euro an Tilgungen gegenüber, so dass die Netto-Neuverschuldung 1,6 Millionen Euro beträgt.

Mit einem Zitat von John F. Kennedy „Einen Vorsprung im Leben hat, wer da anpackt, wo die anderen erst einmal reden.“ beendete Weißenburgs Oberbürgermeister Jürgen Schröppel seine Rede. (fh)
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