Schlagkräftiger Kirchweihauftakt in Weißenburg

Keinen guten Start erwischte die diesjährige Weißenburger Kirchweih. Zum Auftakt sorgten heftige Regenschauer immer wieder für einen leeren Kirchweihplatz. Denjenigen die es ins Festzelt schafften, konnte der Regen die Stimmung nicht verderben.

Einige der jungen Besucher konnten den Festauftakt kaum noch erwarten und sehnten den Augenblick herbei, da das köstlich kalte Festbier ihre Kehlen herabrinnen würde. Weißenburgs Oberbürgermeister Jürgen Schröppel setzte, mit dem traditionellen Fassanstich zur Bierprobe, ihrer Leidenszeit ein Ende. In diesem Jahr waren deutlich weniger Besucher zum Fassanstich gekommen. Samstag bei perfekten Wetter, war wieder alles beim Alten.
Genauso schlagkräftig ging es beim Boxvergleichskampf zwischen einer Bayern-Auswahl und dem Traditionsverein Wladimir Moskau zu. Rekordverdächtige knapp 1200 Besucher wohnten den Boxkämpfen bei, sonst kamen meist etwa 700.

Das erste Kirchweihwochenende hatte es in sich: Den Auftakt zum Festbetrieb machte am Samstag das Standkonzert der Stadtkapelle Weißenburg mit anschließendem Bieranstich in der Luitpoldstraße, danach zogen der Festwirt und sein Gefolge ins Bierzelt ein.
Der Sonntag stand im Zeichen sportlicher Superlative – den Auftakt machten die Rats-Runners mit ihrem Hindernislauf, danach gaben sich die Boxer, unter den Augen des Stargastes Graciano „Rocky“ Rocchigiani, der zu seiner Amateurzeit ebenfalls als Boxer bei Zeltkämpfen auftrat, „gegenseitig eins auf die Rübe“. Abends wurde im Festzelt Widmann der Schwergewichts-Champion im Steinheben (210 Kilo) ermitteltet.

Die Party-Highlights zum Abschluss: Den Anfang machen die „Gipfelstürmer“, am Raiffeisen-Donnerstag, ab 19 Uhr, bevor am Freitag, 19 Uhr, die „Störzelbacher“ als Lokalmatadoren das Festzelt zum Überkochen bringen. Am vorletzten Kirchweihtag, Samstag, lädt die Stadt Weißenburg zum Seniorennachmittag, bevor abends die „Ganoven“ dafür sorgen, dass den Festzeltbesuchern das Geld aus der Tasche gezogen wird – fairerweise muss man dazu sagen, sie bekommen einen Ausgleich in Form von flüssigem Gerstensaft und fränkischen Schmankerln.

Krachender Kirchweihausklang

Der traditionelle Blumen- und Trachtenzug bilden zusammen mit dem großen Höhenfeuerwerk die Highlights des letzten Tages.
Der Festzug startet am Sonntag, 27. August, um 13.30 Uhr in der Niederhofener Straße und führt dann durch die Nördliche Ringstraße, durchs Ellinger Tor, die Rosenstraße, Luitpoldstraße, über den Marktplatz, durch die Friedrich-Ebert-Straße, Frauentorstraße und von der Holzgasse aus zum Festplatz. Die schönsten Teilnehmer des Festzuges werden prämiert. Abstimmen darüber, welche Fußgruppe oder Wagen gewinnen soll, können die Zuschauer.

Das gewaltige Höhenfeuerwerk startet um 22 Uhr und läutet damit das Ende der diesjährigen Körwa ein.

Fotos: Heinz Bosch
Text: fh
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