Unfall - was tun?


Egal ob selbstverschuldet, unverschuldet, im In- oder Ausland: Ein Unfall ist eine heikle Angelegenheit und mit unterschiedlichen Rechten und Pflichten verbunden. Eine Menge Ärger kann Ihnen mit dem richtigen Verhalten jedoch erspart bleiben. Die wichtigsten Tipps und interessante Informationen auf einen Blick:

Zuerst sollten alle für die Schadensabwicklung notwendigen Informationen und Beweise an der Unfallstelle gesichert werden - unabhängig von der Schuldfrage und dem Land, in dem der Unfall passiert ist.

- Fotografieren Sie den Unfallort und die beteiligten Fahrzeuge.

- Machen Sie neben Übersichtsfotos auch Detailfotos von den entstandenen Schäden.

- Fertigen Sie eine Unfallskizze an.

- Achten Sie auf Bremsspuren und Flüssigkeitsaustritte.

- Falls erforderlich, rufen Sie

die Polizei. Dies sollte immer dann der Fall sein, wenn Personen verletzt wurden oder ein hoher Sachschaden entstanden ist. Auch bei Verdacht auf Straftaten wie zum Beispiel Unfallflucht, Missbrauch von Alkohol oder Drogen sowie bei einer unklaren Sachlage sollte die Polizei verständigt werden.

Notieren Sie sich:

- Amtliche Kennzeichen der

beteiligten Fahrzeuge.

- Namen und Anschriften der Unfallgegner.

- Versicherungsgesellschaften der Unfallgegner (sind diese nicht bekannt, lassen Sie sich die Information nachliefern).

- Namen und Anschriften von Zeugen.

Fahrzeugreparatur

Sie haben das Recht, Ihr Fahrzeug in einer Werkstatt Ihrer Wahl reparieren zu lassen, also auch in einer Markenwerkstatt. Liegen die vom Sachverständigen geschätzten Reparaturkosten über dem Wiederbeschaffungswert des Fahrzeuges, ist eine Reparatur wirtschaftlich unvernünftig und Sie erhalten grundsätzlich nur den Wiederbeschaffungswert abzüglich des Restwertes. Übersteigen die Reparaturkosten den Wiederbeschaffungswert um maximal 30 Prozent, dürfen Sie das Fahrzeug dennoch reparieren lassen, sofern die Reparatur fachgerecht und in dem Umfang durchgeführt wird, den der Sachverständige zur Grundlage seiner Kostenschätzung gemacht hat. Dabei ist erforderlich, dass Sie das Fahrzeug nach der Reparatur noch mindestens sechs Monate weiter nutzen. Wenn Sie die Reparaturrechnung nicht selbst vorab begleichen wollen, können Sie mit der Werkstatt vereinbaren, dass diese direkt mit der Versicherung abrechnen soll ("Sicherungsabtretung"). Bevorzugt sollten Sie sich vor Auftragserteilung eine Kostenübernahmeerklärung der gegnerischen Kfz-Haftpflichtversicherung ausstellen lassen und diese bei der Werkstatt vorlegen.

Die Werkstätten in der Region übernehmen gerne eine schnelle und fachgerechte Reparatur Ihres Fahrzeuges. In der Regel können Sie für die Ausfallzeit auch ein Ersatzfahrzeug in Anspruch nehmen.

Schadensgutachten

Nach einem Verkehrsunfall
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