Der Drogenzug Revolution Train macht halt in Mittelfranken

Der Drogenpräventionszug „Revolution Train“ soll insbesondere Schülerinnen und Schüler über die Folgen von Drogenkonsum informieren. Das Projekt des Anti-Drogen-Zuges wurde in Tschechien entwickelt und macht als innovative Möglichkeit der Drogenprävention auch in Deutschland Station. Die konzeptionelle Entwicklung des Projektes dauerte zehn Jahre. Die Landratsämter Ansbach, Neustadt a.d. Aisch-Bad Windsheim, Weißenburg-Gunzenhausen und die Stadt Ansbach holen das Suchtpräventionsprojekt in Kooperation mit der Kriminalpolizei Ansbach nun auch nach Westmittelfranken. Vorher wurde der Zug von der bayerischen Polizei erarbeitet, so dass hier im Zug authentische Szenen aus dem bayerischen Drogenmilieu dargestellt werden können. Spender aus der Region sichern die Finanzierung, des 65 000 Euro teuren Projektes.

In einem Eisenbahnzug wird vom Stifungsfond „Neues Tschechien“ in sechs Waggons die Chronologie einer Suchtkarriere dargestellt. Der interaktive und multimediale Zug richtet sich an Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren. Die Schulklassen werden in bereits organisierten Gruppen, moderiert von Beamtinnen und Beamten der Kriminalpolizei, in rund 90 Minuten andauernden Führungen durch die Waggons geleitet. Bislang haben bereits rund 40 000 Besucher in anderen Regionen an dem Projekt teilgenommen.
In der Zeit vom 9. bis 18. Oktober wird der Suchtpräventionszug an mehreren Standorten in Westmittelfranken tageweise Halt machen und pro Tag für rund 500 Schüler erlebbar sein.

Zudem bietet ein Tag der offenen Tür in Ansbach am 14. Oktober auch für die breite Öffentlichkeit die Möglichkeit, den innovativen Anti-Drogen-Zug zu besichtigen.
Der Verein Präventionswegweiser e. V. war neben dem Landkreis maßgeblich daran beteiligt, dass der Anti-Drogen-Zug „Revolution Train“ Halt in Altmühlfranken macht. Die Vorsitzende des Vereins, Frau Veitengruber-Durst, war von Anfang an bei den Planungen beteiligt und hat sich für die Umsetzung dieses Projektes mit großem Engagement eingesetzt.

Nach anfänglicher Skepsis ist Landrat Gerhard Wägemann mittlerweile überzeugt, „dass die im Drogenpräventionszug Revolution Train nachgestellten Szenen sehr realitätsnah wirken und bei den Kindern und Jugendlichen dadurch eine nachhaltigere Wirkung erzielen als reine schriftliche Informationen zum Thema Drogenprävention.“

Derselben Meinung ist Kriminaloberrat Hermann Lennert (Kripo Ansbach): „Suchtprävention ist ein sehr wichtiges Thema, das im Alltag leider oft von aktuellen Themen überlagert wird. Daher sind innovative Ideen, die insbesondere Kinder und Jugendliche informieren, umso bedeutsamer. Ein solches innovatives Kooperationsprojekt der westmittelfränkischen Gebietskörperschaften ist der Revolution Train. Um ein authentisches und qualitativ hochwertiges Präventionsprojekt zu ermöglichen, leisten wir als Polizei unseren Beitrag zum Gelingen und bieten eine Moderation der Führung im Zug durch Kriminalbeamte.“


Tourdaten

Der Drogenpräventionszug stoppt zunächst am Montag, 9. Oktober, am Bahnhof in Weißenburg. Der zweite Halt in der Region ist am Dienstag, 10. Oktober, am Bahnhof Gunzenhausen. Nach einer Zwischenstation am Mittwoch, 11. Oktober, am Bahnhof Dinkelsbühl, fährt der Zug am Donnerstag, 12. Oktober, auf dem Bahnhof Ansbach ein. (pm)
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