Zukunftsprogramm Geburtshilfe beschlossen


Der Ministerrat hat das von Staatsministerin Melanie Huml angekündigte "Zukunftsprogramm Geburtshilfe" beschlossen. Davon werden zukünftig vor allem kleinere Geburtsstationen profitieren. Auch die Unterstützung der Versorgung mit Hebammen ist Bestandteil des Programms.

"Mehrmals habe ich mich bezüglich einer Unterstützung für kleinere Geburtsstationen und vor allem auch für unsere Hebammen an Staatsministerin Melanie Huml gewandt. Nun begrüße ich das aufgelegte 'Zukunftsprogramm Geburtshilfe' und hoffe, dass unser Landkreis sowie die Kommunen davon profitieren werden", verdeutlicht der Landtagsabgeordnete Manuel Westphal.

Das Förderprogramm umfasst zwei Schwerpunkte. Zum einen sollen die Kommunen bei der Sicherstellung der Hebammenhilfe unterstützt werden. Für jedes neugeborene Kind erhalten Landkreise und kreisfreie Städte im kommenden Jahr pauschal eine Förderung von 40 Euro. Dieser Betrag kann dann zur Verbesserung und Stärkung der Hebammenhilfe eingesetzt werden.

Zum anderen können Landkreise und kreisfreie Städte unter bestimmten Voraussetzungen mit einem staatlichen Zuschuss für defizitäre Geburtshilfestationen rechnen. Dies ist der Fall, wenn die Kommune das Defizit der Geburtshilfestation vor Ort ausgleicht, die mangels ausreichender Fallzahlen nicht kostendeckend wirtschaften kann, gleichzeitig aber Hauptversorger in der Region ist. Dieser Zuschuss kann bis zu einer Million Euro pro Jahr betragen.

Voraussetzung für die Förderung ist unter anderem, dass das Krankenhaus mindestens 300 und höchstens 800 Geburten im Jahr versorgt und damit mindestens die Hälfte der Anzahl der Neugeborgenen im Landkreis. Außerdem muss das Krankenhaus im ländlichen Raum liegen und es darf im Landkreis nur maximal zwei Einrichtungen geben, die die Fachrichtung "Gynäkologie und Geburtshilfe" vorhalten. Im Klinikum Altmühlfranken wurden im Jahr 2017 rund 600 Geburten betreut. So könnte also unsere Region von dem Programm profitieren.

Das "Zukunftsprogramm Geburtshilfe" soll ein jährliches Gesamtvolumen von rund 30 Millionen Euro haben. Erste Mittel sollen, sofern der Bayerische Landtag im Rahmen der anstehenden Nachtragshaushaltsberatungen zustimmt, bereits im Jahr 2018 ausgezahlt werden. (pm)
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