Eine MINT-freundliche Schule

Das Gymnasium in Wertingen darf sich weiterhin „MINT-freundliche Schule“ nennen. Foto: Siegfried P. Rupprecht

Das Gymnasium behält seinen besonderen Status und darf sich mit dem Ehrentitel „MINT“ schmücken. Das know-how ist ein wichtiger Baustein, um den Wirtschaftsstandort zu sichern.

Das Gymnasium an der Pestalozzistraße bleibt in der Riege der „MINT-freundlichen Schulen“ in Bayern. Damit wurde die Bildungseinrichtung erneut für ihr besonderes Engagement im Bereich der naturwissenschaftlich-technologischen Bildung geehrt und ausgezeichnet. Jetzt darf die Schule sich zwei weitere Jahre mit dem Ehrentitel schmücken.

Der Begriff MINT steht für die Anfangsbuchstaben der Schulfächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Um die Auszeichnung überhaupt zu erhalten, musste die Schule in vielerlei Hinsicht das besondere Engagement für die MINT-Fächer unter Beweis stellen.

Sie konnte die Jury erfolgreich davon überzeugen, dass gerade in diesen Fachbereichen besondere Aktivitäten am Gymnasium stattfinden und von den Pädagogen hohe Anstrengungen unternommen werden, eine fundierte und nachhaltige Ausbildung und Förderung zu gewährleisten.

Insgesamt sind es 14 Kriterien, die eine „MINT-freundliche Schule“ erfüllen muss. So muss die Schule ein Lernangebot in den MINT-Fächern anbieten, das über die im Bildungsplan verankerten Inhalte deutlich hinausgeht. Weiter verpflichtet sie sich zur Teilnahme an MINT-Wettbewerben.

Zudem muss die Bildungseinrichtung eine lokale oder überregionale Vernetzung mit Partnern aus der Wirtschaft vorweisen, um insbesondere verstärkt MINT-Praktika anbieten zu können und außerschulische Lernorte kennen zu lernen.

Gegründet wurde die Initiative im Mai 2008. Sie bietet eine gemeinsame Plattform, um Veränderungen in der MINT-Wahrnehmung in einer breiten Öffentlichkeit zu bewirken, junge Menschen für MINT zu begeistern und politischen Forderungen entscheidenden Nachdruck zu verleihen.

Wichtig für den Arbeitsmarkt


Das alles ist für die spätere Berufswahl der Schüler von großer Bedeutung: Gut ausgebildete Fachkräfte in den MINT-Fächern sind nämlich sehr gefragt. Es bieten sich ihnen attraktive berufliche Möglichkeiten. Mit ein Grund also, warum MINT-Förderung in der Schule besonders wichtig ist.

MINT-freundliche Schulen sind darüber hinaus ein wichtiger Baustein, um langfristig MINT-Knowhow für den Standort Deutschland zu sichern.
Das Wertinger Gymnasium trägt der MINT-Präsenz auf vielfältige Weise Rechnung. So bezeichnet sich die Schule auf ihrer Homepage als „einer der Pioniere beim Einsatz moderner Medien im Unterricht, seit einigen Jahren sogar als Referenzschule für Medienerziehung“.

Daneben engagieren sich Lehrkräfte und Schüler in Zusammenarbeit mit Universitäten und Hochschulen im Bereich der Nanotechnologie und Medizintechnik.

Auch die Vernetzung mit Unternehmen aus der Region ist vorhanden. Das Gymnasium verweist auf Betriebe wie Glas Trösch, Zott, Grünbeck oder Kuka. Sie gehören zu den Partnern, die den Schülern kontinuierlich Einblick in ihre Produktion ermöglichen. Damit entstehen erste praktische Berührungen mit den Naturwissenschaften. (spr)
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