Gitarrenorchester gegründet

Das neu gegründete „Gitarrenorchester Wertingen“ (Bild) unter der Leitung von Johannes Tonio Kreusch (vorne rechts) bereitet sich bereits auf das kommende Internationale Gitarrenfest im Herbst in Wertingen vor. Foto: privat

Das Fünfte Internationale Gitarrenfestival Wertingen wirft seine Schatten voraus: Kürzlich hat sich im Schullandheim Bliensbach das „Gitarrenorchester Wertingen“ gegründet.

Gleich beim ersten Probenwochenende trafen sich dort 14 Gitarristen. Darunter seien Berufs- und Freizeitmusiker aus der Region, informierte erfreut die Initiatorin des Gitarrenfestivals, Bärbel Schoen. „Unter der Leitung des Münchner Konzertgitarristen Johannes Tonio Kreusch studierten sie ,Suite del Plata No. 3“, ein Stück von Máximo Diego Pujol, ein“, ergänzte sie.
Die Auswahl des Titels kam nicht von ungefähr. Beim kommenden Wertinger Gitarrenfestival vom 30. September bis 3. Oktober wird der argentinische Gitarrenkünstler und Komponist Pujol selbst anwesend sein“, so Schoen. Dort werde er mit dem Gitarrenorchester im Rahmen eines Workshops das Stück durcharbeiten. „Pujol konnte vom künstlerischen Leiter des Festivals, Johannes Tonio Kreusch, zudem für ein Festivalkonzert gewonnen werden.“
Dass Kreusch das neu gegründete Gitarrenorchester leitet, ist also kein Zufall.
Viele Mitglieder der neuen Gruppe hätten bereits Kurse in Wertingen belegt, machte Schoen aufmerksam. So sei auf ihre Anregung hin aus Workshop-Teilnehmern und anderen Gitarrenfreunden das Gitarrenorchester aus der Taufe gehoben worden.

Vielseitiges und inspirierendes Festival

Wie Johannes Tonio Kreusch mitteilte, darf die Stadt heuer „ein vielseitiges und zugleich inspirierendes und intensives Festival aus Klassik, Flamenco, Tango, brasilianischer Musik, Jazz und Pop erwarten“. Einmal mehr verbinde es Bekanntes und Neues miteinander, so der Festivalleiter. Auch werde es wieder eine Uraufführung geben.
Mit dabei sind heuer Maximo Diego Pujol (Argentinien), Badi Assad (Brasilien), Carlos Pnana (Spanien), Devecci Duo (Italien), Ahmed El-Salamouny (Deutschland/Ägypten), Paul Brändle (Deutschland) mit Peter O´Mara (Australien), Johannes Tonio Kreusch (Gitarre) mit seiner Frau Doris Kreusch-Orsan (Geige) und die Gewinner des Kammermusikwettbewerbs des Musikforums Schweinfurt.
„Den Festivalauftakt bildet das Konzert der innovativen brasilianischen Sängerin und Gitarristin Badi Assad“, plauderte Kreusch aus dem Nähkästchen. Besonders erfreut zeigte er sich über die Teilnahme von Máximo Diego Pujol. Der Komponist und Gitarrist werde extra aus Buenos Aires anreisen. Kreusch bezeichnete den Argentinier als „einen der bekanntesten zeitgenössischen Komponisten für Gitarre“. „Vielen gilt Pujol, insbesondere in Form und Tonsprache seiner Werke, als legitimer Nachfolger des legendären Tangokomponisten Astor Piazzollas“, so der Festivalleiter.

Lokalmatador bestreitet Finale

Das Finale des heurigen Festivals bestreitet übrigens Lokalmatador Paul Brändle im Duo mit seinem Gitarrenprofessor Peter O´Mara. „Die beiden Musiker werden die Stadthalle in die Atmosphäre eines Jazz-Clubs tauchen“, versprach Kreusch.
Darüber hinaus kann übrigens jeder Einzelne musikalisch während des Festivals aktiv sein. Workshops und Seminare, die offen für alle Leistungsstufen sind, bieten nämlich die Chance, die eigenen Fertigkeiten auf der Gitarre auszubauen.

Wieder Workshop-Stipendien

Und auch der Veranstalter, die Stadt Wertingen, trägt zusätzlich einen Obolus bei. Bürgermeister Willy Lehmeier vergibt wie im letzten Jahr wieder Workshop-Stipendien für junge Nachwuchsgitarristen.
Nach dem großen Erfolg im letzten Jahr werden auch die Schulkonzerte in der Stadthalle aufrechterhalten. Sie finden für die örtlichen Schulen am Freitagvormittag, 30. September, mit ausgewählten Künstlern des Festivals statt. (spr)
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