Kein ganz normales Jahr

Das Ergebnis bei den Neuwahlen zu Vorstand, Mitglieder und Beiräte des Trägervereins Schullandheim Bliensbach lautete: Die alte Besetzung bleibt die neue. Foto: Ulrike Hauke

Nichts geändert hat sich an der Führungsspitze des Trägervereins Schullandheim Bliensbach. Bei der Mitgliederversammlung wurde die bisherige Vorstandschaft für weitere vier Jahre gewählt. Die Entscheidung fiel einstimmig.

So fungiert Verena Bürkner erneut als Vorsitzende und Bürgermeister Willy Lehmeier als Stellvertreter. Leonhard Rupp hat den Posten des Schatzmeisters inne. Mitglieder des Vorstands sind Karl Burkart, Elfriede Kleinfelder sowie ein Vertreter des Landkreises Dillingen.
Der Geschäftsführer des Trägervereins, Hubert Götz, bezeichnete in seinem Bericht 2015 als ein „ganz normales Jahr“. Doch mit dieser Feststellung strafte er sich im positiven Sinne selbst Lügen. 2015 war für die Jugendeinrichtung im Wertinger Ortsteil Bliensbach nämlich ein außerordentlich gutes Jahr.
Schatzmeister Leonhard Rupp und Heimleiterin Nicole Heindel berichteten von einer Augsburger Einrichtung, die seit geraumer Zeit für ihre berufsorientierten Maßnahmen das Schullandheim als Trainingsort nutzt. „Allein das hat uns Einnahmen von knapp 72.000 Euro eingebracht“, so Rupp erfreut. Götz und Vorsitzende Verena Bürkner sprachen gar von einem Glücksfall: „Wir hoffen, dass uns diese Belegung bleibt.“

Gesteigerte Bettenbelegung

Der Wechsel zu einem neuen Reinigungsunternehmen habe rund 8.000 Euro an Ausgaben eingespart, so Rupp weiter. Die Bettenbelegung habe sich auf weit mehr als 16.000 Übernachtungen gesteigert. „Das Endergebnis 2015 ergab erstmalig ein finanzielles Plus von rund 4.400 Euro“, resümierte der Schatzmeister. Für 2016 rechnet er mit einem Plus von circa 8.000 Euro. „Wir bewegen uns in den schwarzen Zahlen.“
Die Katholische Waisenhausstiftung als Hauseigentümerin will laut Vertreterin Elfriede Kleinfelder „noch in diesem Sommer eine neue Pelletsheizung einbauen und helfen, Energiekosten einzusparen, außerdem erneuern wir einige Fenster und die Beschattung des Atriums in der Mitte des Gebäudes“.

Neues Unterfangen

Hubert Götz sprach neben einigen, vom Trägerverein initiierten Projekten auch ein neues Unterfangen an: „Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge fördert das von uns ins Leben gerufene Jugendintegrationsprojekt ,Zukunft gemeinsam gestalten‘.“ Die Fördersumme betrage 150.000 Euro und sei für eine Laufzeit von drei Jahren angelegt. Ziel des Projektes sei, im Landkreis Dillingen zur gesellschaftlichen und sozialen Integration junger Erwachsener mit Migrationshintergrund beizutragen.
Als Leuchtturmprojekt 2016 bezeichnete Götz ein einwöchiges Europa-Seminar, das ebenfalls der Trägerverein initiierte. Gemeinsam mit Vereinsmitglied Gabriele Buberl überdachte Götz Themen und Angebote, welche europäischen Hintergrund aufweisen und jungen Auszubildenden aus der Region vermittelt werden können. „Anlass dazu war die anstehende Verleihung des Europäischen Sankt Ulrichspreises an Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble“, sagte Buberl. (ulha/spr)
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