Konflikte sensibel lösen

Kultur- und Politprominenz beglückwünschten die siegreichen Schüler des Wertinger Gymnasiums. Die jungen Leute hatten erfolgreich beim EU-Schülerwettbewerb „Gemeinsam in Frieden leben“ teilgenommen. Foto: Christina Bleier

Die europäische Idee ist längst nicht abgedroschen, gehört auch nicht zum alten Eisen. Dies bestätigte einmal mehr der Schülerwettbewerb der EU. Über das Thema „Gemeinsam in Frieden leben“ reichten Schüler Bilder und Texte ein, Collagen, Fotos Kurzfilme, Reportagen, Plakate und mediale Installationen. Über 3.000 Bewerbungen kamen allein aus Schwaben. 96 Landessieger wurden nun aus dem Einzugsbereich Schwaben-Nord im Schloss Höchstädt geehrt. Mit dabei waren auch Schüler des Gymnasiums in Wertingen.

Konflikte lösen – diese Thematik griff der Wettbewerb heuer auf. Dabei waren die Teilnehmer aufgefordert, sich in diesem Zusammenhang mit europäischen Werten auseinanderzusetzen. Dazu zählten Vielfalt, Gleichberechtigung und Zivilcourage.
Der Wettbewerb skizzierte den thematischen Hintergrund: Zwischen den Mitgliedstaaten der Europäischen Union herrscht seit Jahrzehnten Frieden. So positiv ist die Bilanz auf gesellschaftlicher Ebene leider noch nicht. Zwar ist die registrierte Kriminalität in der EU seit Jahren rückläufig, doch ein friedliches Miteinander zwischen Frauen und Männern ist keine Selbstverständlichkeit. Viele Gewalttaten geschehen im Verborgenen oder in zwischenmenschlichen Beziehungen. Frauen sind insbesondere Opfer von Gewalt, die sich aufgrund ihres Geschlechts gegen sie richtet. Sie tragen physische, sexuelle, emotionale oder psychische Schäden davon.

Gegen Gewalt und Benachteiligung

Und so zeigte der Wettbewerb ein breites Auseinandersetzungsfeld. Es beinhaltete sowohl den Zusammenhalt in der Schulklasse und die Freundschaft zu Migranten als auch das Engagement gegen Gewalt und Benachteiligung. Der länderübergreifende Wettbewerb wollte mit „Gemeinsam in Frieden leben“ zu einer Sensibilisierung für die friedliche Lösung von Konflikt- und Gewaltsituationen anregen und beitragen.
Die Schüler befassten sich kreativ und auch sehr kritisch mit den verschiedenen Aufgabenstellungen. Vor allem in den höheren Jahrgangsstufen wurden Themen wie Mobbing und Cybermobbing behandelt.
Die Jüngeren machten sich Gedanken über die Verschiedenartigkeit der Menschen und wie man einem Kind hilft, das aus einem anderen Land gekommen ist. Oder dass es im Alltag leicht ist, eine eigene persönliche Meinung gegen die andersdenkende Mehrheit zu vertreten.
Ältere Teilnehmer legten bereits soziale und politische Lösungsansätze für die Gleichberechtigung von Mann und Frau vor. Als Beispiele dafür wählten sie Arbeitsplatz, die Öffentlichkeit oder das Internet. (spr)
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