Kunstzweig an der FOS Wertingen

Die Leiterin der Montessori-FOS, Heike Kahler, und eine künftige Schülerin des neuen Gestaltungszweiges bei ihrem Antrag an die Mitglieder. Foto: Sonja Spiegler

Viele Themen standen nach der Berichterstattung über das vergangene Geschäftsjahr bei der Mitgliederversammlung des Schulträgervereins der Montessori-Schule in Wertingen zur Beschlussfassung an:

Einstimmig beschlossen die Mitglieder den Kauf und die Bebauung des frei gewordenen Nachbargrundstücks, auf dem sich bis vor Kurzem die Treibhäuser der Appolonia-Gärtnerei befanden. Das Grundstück war vor einigen Monaten durch die Stadt Wertingen für eine schulische Nutzung in den Bebauungsplan aufgenommen, dann von den Mitgliedern des Montessori-Vereins in einer großen gemeinsamen Aktion gesäubert und von einer Abbruchfirma für die künftige Bebauung hergerichtet worden.

Montessori-FOS mit neuem Zweig: Fachrichtung Gestaltung

Mit dem zweiten richtungsweisenden Beschluss der Versammlung zur Erweiterung der Montessori-FOS um die Fachrichtung Gestaltung ergibt sich ein Teil der Pläne zur Nutzung des Grundstücks. Bereits zum Schuljahr 2017/18 soll mit der neuen Fachrichtung begonnen werden. Die Besichtigung der bestehenden Räume durch den Ministerialbeauftragten lässt einen zwischenzeitlichen Betrieb bis zur Fertigstellung der Räume im Bestand der Schule zu.

Der Antrag auf Erweiterung um einen Gestaltungszweig wurde von der Schulleiterin der Montessori-FOS, Heike Kahler, sowie von einer Schülerin, die sich für diese Fachrichtung interessiert und die Aufnahmeprüfung sowohl an der FOS in Augsburg als auch an der Montessori-FOS bestanden hatte, an die Mitgliederversammlung gestellt. Ebenfalls einstimmig beschlossen die Mitglieder diesem Antrag zuzustimmen.

Finanzen: Rücksicht auf Einkommen und Geschwisteranzahl

Um all die Pläne künftig finanzieren zu können, mussten die Mitglieder schließlich noch eine Reform des bisherigen Schulgeldmodells beraten. Mit großer Mehrheit entschieden sie sich für ein Modell, das noch mehr als bisher die individuellen Einkommensverhältnisse berücksichtigt sowie die Anzahl der Geschwisterkinder, die die Montessori-Schule besuchen. Es war den Mitgliedern ein großes Anliegen, dass die Schule eine "Schule für alle" bleibe und in einem sozial ausgewogenen Miteinander jedes Kind, dessen Eltern sich für die besondere Pädagogik entscheiden, die Schule besuchen kann.

Mit großem Applaus wurde dem Vorstand für die gründliche Vorbereitung der Mitgliederversammlung gedankt. So wundert es nicht, dass in der turnusgemäßen Wahl auch alle fünf Mitglieder in ihrem Amt bestätigt wurden.
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